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Die GALERIA bleibt am Alex
Die GALERIA kann vorerst ihren Geschäftsbetrieb aufrechterhalten | Bild: Christian Liebscher, Wikimedia (Archiv)

Die GALERIA bleibt am Alex

11. Februar 2026

GALERIA und die Eigentümerin Commerz Real haben nach intensiven Gesprächen eine Verlängerung der Nutzungsvereinbarung für den Standort Berlin-Alexanderplatz bis zum 31. März 2027 vereinbart. Damit ist der Geschäftsbetrieb der Einrichtung zunächst gesichert.

Parallel zur Einigung arbeiten alle Beteiligten mit Hochdruck an einer wirtschaftlich tragfähigen Lösung für den langfristigen Erhalt des Herzstücks des Ostberliner Einzelhandels. Dieses Projekt wird intensiv vorangetrieben, jedoch liegt bislang kein Angebot vor, das eine Fortführung des Geschäfts über die nun vereinbarte Verlängerung hinaus ermöglicht.

„Wir arbeiten intensiv daran, für den Standort Berlin Alexanderplatz auch über den 31. März 2027 hinaus eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive zu entwickeln. Voraussetzung hierfür sind realistische Rahmenbedingungen, die einen langfristigen Betrieb ermöglichen“, sagt Tilo Hellenbock, Geschäftsführer von GALERIA. „Wir bleiben offen für kreative, zukunftsfähige Lösungen, etwa durch flexible Flächenkonzepte, unabhängig davon, ob diese im Rahmen einer möglichen Mischnutzung mit der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) oder in anderer Form umgesetzt werden. Ziel ist es, ein für beide Seiten tragfähiges Konzept zu entwickeln. Gleichzeitig haben die Sicherung der über 250 Arbeitsplätze und die Präsenz der GALERIA rund um den Alexanderplatz höchste Priorität.“

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Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) begrüßt die Entwicklung ausdrücklich: „Ich habe die Verhandlungen über die Verlängerung der Nutzungsvereinbarung für die GALERIA-Filiale am Alexanderplatz persönlich sehr eng begleitet und freue mich, dass dieser wichtige Meilenstein erreicht worden ist. Eine Perspektive bis Ende März 2027 zeugt vom gemeinsamen Willen aller Beteiligten, für diesen historischen Warenhausstandort eine echte Zukunft zu sichern. Das ist eine sehr gute Nachricht für die mehr als 250 Beschäftigten der GALERIA am Alexanderplatz, von denen viele seit über 20 Jahren täglich dort zur Arbeit gehen. Ebenso ist es ein Gewinn für die Kundinnen und Kunden. Die GALERIA am Alexanderplatz ist mit rund fünf Millionen Besucherinnen und Besuchern im Jahr die umsatzstärkste und am meisten frequentierte GALERIA-Filiale Berlins und ein wichtiger Anker für den Standort. Zugleich verschafft uns die Verlängerung den notwendigen Handlungsspielraum, um die Gespräche über die langfristige Zukunft des Standorts fortzuführen. Die gemeinsame Nutzung des Hauses durch die GALERIA und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin wäre ein Gewinn für den gesamten Alexanderplatz. Ich hoffe sehr, dass die Verhandlungen der Kulturverwaltung und der BIM mit der Commerz Real in diesem Sinne in den kommenden Wochen erfolgreich verlaufen und wir auch die notwendige Unterstützung im Berliner Landesparlament für eine Lösung der Situation bekommen. Der Erhalt des Warenhauses am Alexanderplatz ist für jede wie auch immer geartete künftige Mischnutzung des Gebäudes und für die Attraktivität des Alexanderplatzes eine absolute Gelingensbedingung. Mit der heute vereinbarten Verlängerung der Nutzungsvereinbarung bis März 2027 ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan.“

Der Standort ist seit Jahrzehnten als Flagship von GALERIA eines der größten und bekanntesten Warenhäuser Deutschlands. Dieses Aushängeschild ist ein wichtiger Frequenzanker für den gesamten Platz. Eine Schließung wäre ein schwerer Verlust für den Einzelhandel in Berlin-Mitte. GALERIA betreibt bundesweit derzeit 83 Filialen und bleibt auch in Berlin mit fünf weiteren Standorten präsent. Das Unternehmen wird alle betroffenen Mitarbeitenden eng begleiten und über weitere Schritte transparent informieren. (red)