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Insolvenzwelle in Deutschland weiterhin hoch
Die Insolvenzwelle bleibt weiterhin hoch | Bild: Richard Villalon, Canva

Insolvenzwelle in Deutschland weiterhin hoch

04. Februar 2026

Aktuell hält nicht nur die Kältewelle die Bundesrepublik in ihrem eisigen Griff, auch die Insolvenzwelle bleibt weiterhin hoch, Experten rechnen in diesem Jahr sogar mit einem Anstieg.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigt weiterhin spürbar an. Besonders Mittelstand, Handel, Bau und Dienstleister geraten dabei zunehmend unter Druck. Der Grund: Hohe Kosten, schwache Nachfragen und ausgelaufene staatliche Hilfen aus der Pandemiezeit, die nun zeitverzögert nachwirken.

„Insolvenzen kommen nicht plötzlich – sie sind das Ergebnis von monatelangem wirtschaftlichem Druck, der zu lange unterschätzt wurde“, sagt Ulrich Kammerer, Vorstand der Ulrich Kammerer Management Consulting eG (UKMC), bei seiner Einschätzung, warum die Pleitewelle gerade jetzt Fahrt aufnimmt.

Ende 2025 hat der Wirtschaftsinformationsdienst Creditreform bundesweit rund 76 Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen erfasst – 2024 lag diese Quote noch bei 71. „Der anhaltende Anstieg zeigt deutlich, dass die Krise inzwischen die gesamte Breite der deutschen Wirtschaft erfasst hat und immer mehr Unternehmen unter Druck setzt“, sagen die Statistiker des Unternehmens.

Berlin liegt in den Statistiken weit vor allen anderen Bundesländern. Nach einer Schätzung von Creditreform könnten im laufenden Jahr auf 10.000 Unternehmen circa 130 Insolvenzen kommen. Auch in Brandenburg dürfte die Quote steigen, allerdings waren es 2025 (nur) 55 Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen – und damit deutlich unter dem Bundesschnitt. Allgemein ging in allen 16 Bundesländern die Insolvenzquote von 2024 zu 2025 spürbar nach oben. (mz)