Business Magazin

Wissen, was läuft!

Berlin wird Smart-City-Modellregion
Das Smart-City-Modellprojekt unterstützt Strategien und Stadtentwicklungsprojekte, die die Möglichkeiten der Digitalisierung beispielhaft nutzen. | Bild: Tumisu auf Pixabay

Berlin wird Smart-City-Modellregion

09. September 2020

Die Hauptstadt wird eine von 32. ausgewählten Regionen in Deutschland für das Modellprojekt Smart City. Das Land Berlin hatte sich zuvor in der zweiten Förderstaffel beim Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat (BMI) beworben.

Unter dem Motto der Förderstaffel „Gemeinwohl und Netzwerkstadt/Stadtnetzwerk“ werden die Regionen nun neue Smart City Strategien entwickeln und fünf Umsetzungsprojekte vorstellen. Berlin hat sich für die maximale Fördersumme von 17,5 Millionen Euro, über einen Zeitraum von sieben Jahren beworben, die genauen Bedingungen wird das BMI in den nächsten Tagen bekannt geben.

Die Zukunft der Städte

Der Regierende Bürgermeister von Berlin begrüßt die Smart City Initiative des Bundes: „Mit der Förderung von Digitalisierungsstrategien und -Projekten unterstützt der Bund die Städte bei einer zentralen Zukunftsaufgabe. Dass Berlin nun den Zuschlag in der neuen Förderstaffel erhalten hat, unterstreicht die führende Rolle Berlins im Bereich Smart City. Mit den eingeworbenen Mitteln werden wir unsere Rolle im Netzwerk der Smart Cities stärken und gemeinsam die Smart Cities made in Germany voranbringen.“

Ziel des Förderprogramms ist es Strategien und Stadtentwicklungsprojekte, die die Möglichkeiten der Digitalisierung beispielhaft nutzen, voran zu bringen. Dabei soll auch gezeigt werden, dass sich der Charme und die Qualitäten der europäischen Städte, in ein Zeitalter der Digitalisierung übertragen lässt. Durchgeführt wird das Projekt von dem Bundesministerium des Inneren für Bau und Heimat (BMI) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die gesammelten Erkenntnisse der Smart City Regionen sollen anschließend verbreitet und den Kommunen zugänglich gemacht werden.

IHK-Präsidentin Beatrice Kramm unterstreicht die Wichtigkeit des politischen Umdenkens: „Aus unserer Sicht ist damit die richtige Gelegenheit, endlich den Startschuss zu geben für einen nötigen Strategiewechsel in den Governance-Strukturen des Landes. Erfolgskritische Querschnittsthemen wie Innovation und Digitalisierung sollten auf der politischen Ebene zur Chefsache werden. Für die Umsetzung braucht es unter klar benannter Führung ein ressortübergreifendes Team, das die Kompetenzen aus allen Handlungsfeldern der Stadt bündelt.“

CityLAB als Mittelpunkt der Entwicklung

Berlin hat schon bei der Bearbeitung des Antrages auf eine Teamleistung von Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung gesetzt. Das CityLAB Berlin hat sich bei der Zusammenarbeit als maßgebliche Anlaufstelle für die Stakeholdergruppen bewährt. Die Institution wird von der Technologiestiftung Berlin seit 2019 am Platz der Luftbrücke betrieben und von der Senatskanzlei gefördert. Das CityLAB gilt als Innovationsraum in der Verwaltung, städtische Unternehmen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft innovative Ansätze entwickeln und erproben können.

„Die neue Aufgabe passt hervorragend zu uns. Wir sind überzeugt, dass die Daten, die das Zusammenleben in der Stadt widerspiegeln, offen sein und geteilt werden sollten. So können wir die Stadt nachhaltiger und lebenswerter machen“, freut sich der Vorstandsvorsitzende der Technologiestiftung Berlin, Nicolas Zimmer, über die kommende Herausforderung. (nm)