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Bauindustrie hofft auf Aufschwung
Berlin gibt grünes Licht für schnelleres Bauen | © querbeet, Canva (KI bearbeitet, Symbolbild)

Bauindustrie hofft auf Aufschwung

03. Juli 2026

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg (FG Bau) begrüßt die Verabschiedung des Gesetzes für einfaches Bauen (GEB) durch das Berliner Abgeordnetenhaus. Mit dem Gesetz geht Berlin den nächsten Schritt eines umfassenden Reformkurses für den Wohnungsbau.

Während die jüngst im Rahmen der Verwaltungsreform beschlossenen Neuregelungen der Zuständigkeiten zwischen Land und Bezirken auf klarere Verantwortlichkeiten abzielen und das Schneller-Bauen-Gesetz Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen soll, setzt das Gesetz für einfaches Bauen bei den baulichen Anforderungen selbst an. Ziel ist es, Baukosten zu senken, Wohnraumpotenziale im Bestand besser zu nutzen und Bauvorhaben wirtschaftlicher umsetzbar zu machen.

„Dass Berlin inzwischen an mehreren Stellschrauben gleichzeitig arbeitet, ist richtig und notwendig. Die Herausforderungen im Wohnungsbau lassen sich weder allein durch schnellere Verfahren noch allein durch niedrigere Anforderungen lösen. Entscheidend ist das Zusammenspiel der Reformen“, sagt Katarzyna Siwek, Geschäftsführerin der FG Bau.

Rückblick: Wohnungsbestand in Berlin und Brandenburg wächst langsamer

Positiv bewertet die Fachgemeinschaft insbesondere die vorgesehenen Erleichterungen für Dachgeschossausbauten, Aufstockungen und Umnutzungen bestehender Gebäude. Gerade im Bestand liegen erhebliche Potenziale, um zusätzlichen Wohnraum schneller und kostengünstiger zu schaffen. Die nun beschlossenen Regelungen können dazu beitragen, Projekte wirtschaftlicher umzusetzen und vorhandene Flächen besser zu nutzen.

„Schnellere Verfahren und einfachere Regeln sind kein Selbstzweck, sie müssen am Ende zu mehr Wohnungsbau führen. Nach aktuellen Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wurden 2025 in Berlin rund 28 Prozent weniger Wohnungen fertiggestellt als im Vorjahr. Umso wichtiger ist es, dass die beschlossenen Reformen jetzt in den Genehmigungsbehörden ankommen. Erst wenn die neuen Spielräume konsequent genutzt werden, kann die Reformkette ihre volle Wirkung entfalten“, so Siwek. (red)