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Architektur für die Urbane Mitte Süd
Visualisierung Urbane Mitte am Gleisdreieck, Bauabschnitt Süd | Perikop Development

Architektur für die Urbane Mitte Süd

03. Juni 2026

Sieben Teams im Wettbewerb am Gleisdreieck

Mit der Rechtskraft des Bebauungsplans VI-140cab tritt die Urbane Mitte Süd am Gleisdreieck in die nächste entscheidende Phase. Nach mehr als 20 Jahren Planung liegen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines der prominentesten innerstädtischen Areale Berlins vor. Nun richtet sich der Blick auf das Wettbewerbsverfahren und damit auf jene Architektur- und Landschaftsarchitekturbüros, die sich mit der Zukunft dieses besonderen Stadtraums auseinandersetzen werden.

Nächste Phase für ein Schlüsselareal

Die Aufgabe ist anspruchsvoll. Das Areal zwischen Trebbiner Straße, Deutschem Technikmuseum, Ostpark und Luckenwalder Straße liegt an einer städtebaulich hoch sensiblen Schnittstelle. Hier treffen Mobilität, Geschichte, Kultur, Grünraum, Wohnen, Arbeiten und öffentliche Nutzung auf engem Raum zusammen. Gefragt sind daher Konzepte, die weit über die Gestaltung einzelner Gebäude hinausgehen. Es geht um die Frage, wie Berlin an zentralen Orten weitergebaut werden kann: mit architektonischer Qualität, nachhaltiger Nutzungsmischung, klimaresilientem Freiraum und einem Bewusstsein für die besondere Geschichte des Ortes.

Sieben Teams für die Urbane Mitte Süd

Am Wettbewerb für die Urbane Mitte Süd nehmen sieben interdisziplinäre Teams teil:

  • Baumschlager Eberle mit LUZ Landschaftsarchitektur,
  • Grüntuch Ernst Architekten mit Levin Monsigny Landschaftsarchitekten,
  • ingenhoven associates mit Topotek 1,
  • Kleihues + Kleihues mit POLA Landschaftsarchitekten,
  • KSP Engel mit nsp landschaftsarchitekten stadtplaner
  • Ortner & Ortner Baukunst mit ST raum a.

Unterschiedliche Haltungen, gemeinsame Aufgabe

Die Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes zeigt, welche Bedeutung dem Verfahren beigemessen wird. Die eingeladenen Büros stehen für unterschiedliche architektonische Haltungen, städtebauliche Erfahrungen und freiraumplanerische Ansätze. Gemeinsam ist ihnen die Auseinandersetzung mit komplexen urbanen Räumen und mit der Frage, wie Dichte, Öffentlichkeit, Nachhaltigkeit und langfristige Nutzungsqualität miteinander verbunden werden können.

v.l. Jan-Steffen Iser (Periskop Development), Prof. Petra Kahlfeldt (Senatsbaudirektorin) und Tatjana Keil (Periskop Development) beim Jurykolloquium zur „Urbanen Mitte Berlin – Baufeld Süd“ | BERLINboxx
v.l. Jan-Steffen Iser (Periskop Development), Prof. Petra Kahlfeldt (Senatsbaudirektorin) und Tatjana Keil (Periskop Development) beim Jurykolloquium zur „Urbanen Mitte Berlin – Baufeld Süd“ | BERLINboxx

ESG als Teil der Stadtentwicklung

Für Periskop Development als Vorhabenträger steht damit nicht allein der nächste Planungsschritt im Vordergrund. Das Wettbewerbsverfahren ist auch Ausdruck eines Qualitätsanspruchs: Die Urbane Mitte Süd soll als Stadtbaustein entwickelt werden, der architektonische Präzision, ökologische Verantwortung und soziale Nutzbarkeit zusammenführt. ESG wird dabei nicht als nachträgliche Projektetikette verstanden, sondern als integraler Bestandteil von Stadtentwicklung – von der Material- und Energiefrage über Freiraum und Klimaresilienz bis hin zu Aufenthaltsqualität, Durchwegung und öffentlichem Raum.

Im August 2026 wird das Preisgericht die eingereichten Wettbewerbsarbeiten bewerten. Bis dahin zeigt sich bereits an der Auswahl der Teams, dass die nächste Phase der Urbanen Mitte Süd mit hoher fachlicher Ambition vorbereitet wird. 

BERLINboxx stellt die teilnehmenden Architektur- und Landschaftsarchitekturbüros in einer Serie vor, mit Blick auf ihre Haltung, ihre Referenzen und ihre mögliche Relevanz für einen der anspruchsvollsten Entwicklungsorte Berlins. (red)