„Unser Hohenschönhausen“: Eine Liebeserklärung an den Berliner Bezirk
Im CineMotion Kino Hohenschönhausen hatte gestern das neue Buch „Unser Hohenschönhausen“ Premiere. Danny Freymark und Prof. Dr. Martin Pätzold stellten ein außergewöhnliches Porträt des Bezirks vor – mit mehr als 100 Persönlichkeiten, die Hohenschönhausen auf ganz unterschiedliche Weise geprägt haben.
Hohenschönhausen ist weit mehr als ein Ortsteil am nordöstlichen Rand Berlins. Der Bezirk ist Heimat, Erinnerungsort und Lebensraum für Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten. Genau diese Vielfalt steht im Mittelpunkt des neuen Buches „Unser Hohenschönhausen“.
Die Präsentation übernahmen Danny Freymark und Prof. Dr. Martin Pätzold. Pätzold bezeichnete die Veröffentlichung als eine „Weltpremiere“. Fast zehn Jahre Vorbereitung seien in das Projekt geflossen. Entstanden ist dabei eine besondere Galerie des Bezirks: Das Buch versammelt mehr als 100 Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Lebensbereichen – aus Sport, Kunst, Kultur, sozialem und karitativem Engagement und vielen weiteren Bereichen.
Unter den porträtierten Persönlichkeiten finden sich auch über Hohenschönhausen hinaus bekannte Namen wie die Moderatorin Andrea Kiewel. Gemeinsam ist ihnen ihre Verbindung zum Bezirk und ihre ganz persönliche Geschichte mit Hohenschönhausen.
Erinnern gehört zur Geschichte des Bezirks
Neben den Menschen von heute spielt auch das Thema Erinnerung eine wichtige Rolle. Danny Freymark betonte bei der Vorstellung die Bedeutung des Gedenkens. Als Beispiel verwies er auf den Hohenschönhausener Arzt Dr. Victor Aronstein, der während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ermordet wurde.
„Mehrwert für die Heimat“
Für Prof. Dr. Martin Pätzold liegt ein besonderer Wert des Buches darin, die unterschiedlichen Facetten Hohenschönhausens sichtbar zu machen. Die Veröffentlichung zeige ein „buntes Hohenschönhausen“ und schaffe damit einen Mehrwert für die eigene Heimat.
Das Buch versteht sich dabei nicht als klassisches Geschichtsbuch. Vielmehr ist es eine Sammlung persönlicher Geschichten und Begegnungen – eine Galerie der Menschen, die den Bezirk aus unterschiedlichen Perspektiven repräsentieren. Gerade diese Vielfalt soll zeigen, wie unterschiedlich die Wege sein können, die Menschen mit Hohenschönhausen verbinden.
Eine besondere Idee findet sich am Ende des Buches: Zwei freie Seiten laden dazu ein, selbst kreativ zu werden – ganz im Stil eines Poesiealbums. Leserinnen und Leser können dort eigene Erinnerungen, Gedanken oder persönliche Einträge festhalten. So bleibt das Buch nicht allein eine Dokumentation, sondern kann selbst zu einem Stück persönlicher Hohenschönhausen-Geschichte werden.
Erlöse für die Stiftung Lobetal
Auch über die Buchseiten hinaus soll das Projekt Wirkung entfalten. Die Einnahmen aus dem Verkauf von „Unser Hohenschönhausen“ kommen der Stiftung Lobetal zugute. Damit verbindet die Veröffentlichung die Würdigung des Bezirks und seiner Menschen mit einem sozialen Anliegen.
„Unser Hohenschönhausen“ ist somit zugleich Porträt, Erinnerungssammlung und Einladung, sich mit der eigenen Heimat auseinanderzusetzen. Die mehr als 100 Geschichten zeigen einen Bezirk, der von seinen Menschen lebt – von bekannten Persönlichkeiten ebenso wie von den vielen Engagierten, die Hohenschönhausen zu ihrem Zuhause machen. (red)