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Weiterer Stellenabbau bei Zalando
Der Firmensitz von Zalando in Berlin | © Lear 21, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Weiterer Stellenabbau bei Zalando

21. Juli 2026

Der Online-Modehändler Zalando plant einen weiteren Stellenabbau an seinem Unternehmenssitz in Berlin. Das Unternehmen bestätigte zwar weder die Zahl der betroffenen Stellen noch den Standort, verwies aber auf eine geplante Anpassung seiner Unternehmensstruktur. Die Maßnahmen beträfen rund 200 Stellen, nachdem im vergangenen Jahr im Zuge einer Umstrukturierung des Kundendienstes bereits rund 450 Stellen abgebaut wurden.

Nach Angaben des Unternehmens sollen die Maßnahmen über einvernehmliche Aufhebungsverträge umgesetzt werden. Diese beruhten auf dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit. Ein Aufhebungsvertrag komme demnach nur zustande, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer freiwillig zustimmten.

In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen: „Wie wir bereits seit einiger Zeit transparent kommunizieren, arbeiten wir daran, durch agilere und zielgerichtete Strukturen schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können und die sich uns bietenden enormen Chancen für weiteres Wachstum zu nutzen.“ Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, rund 200 Beschäftigte für die neu organisierte Einheit wieder einzustellen.

Ironischerweise verwies Zalando zugleich auf den Aufbau eines neuen Standorts in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Das Büro solle Ende dieses Jahres eröffnet werden. Bis zum ersten Quartal des Folgejahres seien dort zunächst 60 Stellen geplant. „Längerfristig planen wir, bestimmte Positionen und Prozesse nach Bukarest zu verlagern und dort weitere Arbeitsplätze zu schaffen.“

Ebenfalls betroffen ist Thüringen, wo Zalando bis Ende September seinen Standort in Erfurt mit zuletzt rund 2.100 Beschäftigten schließen wird. An der im Januar angekündigten Entscheidung hält das Unternehmen trotz Protesten des Betriebsrats, der Gewerkschaften und der Belegschaft sowie Kritik unter anderem aus der Thüringer Landesregierung fest. Als Grund nennt Zalando die Neuausrichtung seines europaweiten Logistiknetzes nach der Übernahme von About You. (red)