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Urbane Baukunst für einen Zukunftsort am Gleisdreieck
Visualisierung der Urbanen Mitte Süd am Gleisdreieck: Das neue Quartier verbindet Arbeiten, Bildung, Sport, Gastronomie und öffentliche Räume zu einem lebendigen Stadtbaustein. Visualisierung | O&O Baukunst

Urbane Baukunst für einen Zukunftsort am Gleisdreieck

01. Juli 2026

Zwischen Kunst, Architektur und Stadt

O&O Baukunst gehört zu den Architekturbüros, die Berlin nicht nur bauen, sondern mitprägen. Ob ARD-Hauptstadtstudio, die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, die Uferhallen Wedding oder der städtebauliche Masterplan zur Urbanen Mitte am Gleisdreieck: Das deutsch-österreichische Büro arbeitet seit Jahrzehnten an Projekten, die Architektur, Stadt und Öffentlichkeit zusammenführen.

Gegründet wurde Ortner & Ortner Baukunst 1987 von den Brüdern Manfred und Laurids Ortner.

Das Berliner und Wiener Büro wird seit 2011 gemeinschaftlich von den Architekten Markus Penell, Florian Matzker und Roland Duda geführt. Die Wurzeln des Büros reichen bis in die experimentelle Architektur- und Künstlergruppe Haus-Rucker-Co zurück, die seit den 1960er Jahren zwischen freier Kunst, Rauminstallation und Architektur arbeitete. Diese Herkunft prägt O&O Baukunst bis heute: Die Entwürfe besitzen oft eine klare räumliche Kraft, denken aber zugleich über das einzelne Gebäude hinaus.

Berliner Projekte mit internationaler Strahlkraft

O&O Baukunst hat sich mit Kultur-, Bildungs-, Büro- und Stadtentwicklungsprojekten international profiliert. Zu den bekannten Arbeiten zählen das MuseumsQuartier Wien, das Landesarchiv NRW in Duisburg, Bürobauten für die Daimler AG in Stuttgart . In der Hauptstadt stehen vor allem Projekte wie die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, die DGB Bundesvorstandsverwaltung, der Umbau -und Neubau des ehemaligen Post- und Telegrafenamtes Geisbergstraße, die Uferhallen Wedding, der Alexander Tower und die Urbane Mitte am Gleisdreieck für die enge Verbindung des Büros mit dem Berliner Stadtraum.

Charakteristisch ist eine Architektur, die starke Volumina, klare Formen und einen bewussten Umgang mit Material, Nachhaltigkeit, Geschichte und öffentlicher Wirkung verbindet. O&O Baukunst versteht Architektur nicht als bloße Hülle, sondern als kulturelle Setzung im Stadtraum.

Nachhaltigkeit durch Transformation

Für die Urbane Mitte Süd ist diese Haltung relevant, weil das Gleisdreieck kein neutraler Bauplatz ist. Der Ort trägt Geschichte, Konflikte, Verkehrsinfrastruktur, Parklandschaft und urbane Erwartungen in sich. Hier braucht es Architektur, die nicht nur Fläche entwickelt, sondern vorhandene Strukturen transformiert und neue Zusammenhänge schafft.

Die ESG-Linie von O&O Baukunst liegt deshalb stark in der Verbindung von Transformation, Dauerhaftigkeit und sozialer Nutzbarkeit. Nachhaltige Stadtentwicklung entscheidet sich nicht allein über technische Standards. Sie zeigt sich auch darin, ob ein Quartier unterschiedliche Nutzungen aufnehmen kann, ob öffentliche Räume funktionieren, ob Erdgeschosszonen belebt werden und ob Architektur über Jahrzehnte tragfähig bleibt.

Freiraum als sozialer Stadtraum

Mit ST raum a ergänzt ein Berliner Büro für Landschaftsarchitektur und Städtebau das Team. Gerade am Gleisdreieck spielt Freiraum eine zentrale Rolle: Er muss Wege verbinden, Aufenthalt ermöglichen, Klimaresilienz stärken und zwischen Park, Bebauung und Infrastruktur vermitteln.

Damit wird Landschaft nicht zur Ergänzung der Architektur, sondern zu einem wesentlichen Teil der Stadtentwicklung. Für die Urbane Mitte Süd geht es um Räume, die ökologisch wirken, sozial nutzbar bleiben und dem Quartier eine eigene Atmosphäre geben.

Ein Team für komplexe Stadtlagen

O&O Baukunst und ST raum a bringen damit eine Perspektive in den Wettbewerb ein, die zur Komplexität des Ortes passt. Architektur, Kunst, Freiraum und Stadtentwicklung greifen hier ineinander. Am Gleisdreieck stellt sich genau diese Aufgabe: Wie entsteht ein urbanes Quartier, das Dichte zulässt, öffentliche Räume stärkt und Berlin an einem zentralen Ort weiterdenkt? (red)