25 Jahre BERLINboxx
BusinessMagazin
UNCOVER: Ostdeutsche Kunst im neu benannten co/site am Gleisdreieck
Neuer Name, etablierter Kulturstandort: Das ehemalige B-Part Am Gleisdreieck heißt seit dem 1. November 2026 co/site Am Gleisdreieck. Im Ausstellungsraum co/site exhibition eröffnet am 6. November die Gruppenausstellung „UNCOVER“ | Periskop Development

UNCOVER: Ostdeutsche Kunst im neu benannten co/site am Gleisdreieck

04. November 2026

Aus B-Part wird co/site: Der Ausstellungsort am Gleisdreieck startet mit einer Schau über ostdeutsche Künstler, ihre Biografien und die Frage nach Sichtbarkeit in der gesamtdeutschen Kunstgeschichte.

Am 6. November 2026 eröffnet im co/site exhibition Am Gleisdreieck die Gruppenausstellung „UNCOVER. Ostdeutsche Künstler zwischen Zuschreibung und Sichtbarkeit“. Die Ausstellung ist zugleich die erste unter dem neuen Namen des Kulturstandorts: Seit dem 1. November heißt das bisherige B-Part Am Gleisdreieck co/site Am Gleisdreieck, aus B-Part Exhibition wurde co/site exhibition. Der Ausstellungsraum begleitet die Entwicklung der von Periskop Development vorangetriebenen Urbanen Mitte Am Gleisdreieck als eigenständiger Ort für zeitgenössische Kunst und kulturellen Austausch.

Aus B-Part wird co/site: Mit dem neuen Namen erhält der Kulturstandort Am Gleisdreieck einen neuen Markenauftritt
Aus B-Part wird co/site: Mit dem neuen Namen erhält der Kulturstandort Am Gleisdreieck einen neuen Markenauftritt

Ostdeutsche Kunst zwischen Umbruch und Anerkennung

Mehr als 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung bleibt die Frage aktuell, welche Künstler und künstlerischen Positionen aus Ostdeutschland Eingang in die gesamtdeutsche Kunstgeschichte gefunden haben – und welche bis heute weitgehend übersehen werden.

Hier setzt UNCOVER an. Das von Women in Arts and Media e. V. initiierte Projekt widmet sich Künstlern, die in der DDR geboren und sozialisiert wurden oder nach 1989/90 in Ostdeutschland aufgewachsen sind. Im Mittelpunkt stehen ihre Werke, persönlichen Erfahrungen und die gesellschaftlichen sowie institutionellen Bedingungen ihres Schaffens.

„Mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung ist die Frage, welche ostdeutschen Künstler in der gesamtdeutschen Kunstgeschichte sichtbar werden, weiterhin offen“, erklären die Organisatorinnen Kerstin Lorenz und Nadja Schütt.

Die Ausstellung vereint Arbeiten von Gerda Lepke, Barbara Toch, Karin Hunger, Nadja Schütt, Tobia König und Vivien Schlecht. Ihre Geburtsjahrgänge reichen von 1939 bis 1992. Damit begegnen sich künstlerische Lebenswege aus der DDR, Erfahrungen der Transformationszeit und jüngere Positionen, die sich erst im wiedervereinigten Deutschland entwickelt haben.

Malerei, Grafik, Installation, Objekte und experimentelle Arbeiten eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf künstlerische Selbstbehauptung, gesellschaftliche Umbrüche und individuelle Freiräume.

Ausstellung, digitale Kunstwelt und Podcast

UNCOVER verbindet drei Formate: eine physische Ausstellung im co/site exhibition, eine digitale 3D-Ausstellung und eine begleitende Podcastreihe. Das Projekt ist langfristig angelegt und soll kontinuierlich um weitere Künstler und Biografien erweitert werden.

Die Eröffnung am Freitag, 6. November, um 18 Uhr fällt bewusst in die Tage unmittelbar vor dem Jahrestag des Mauerfalls. Damit erhält die Auseinandersetzung mit ostdeutschen Kunstbiografien einen besonderen zeithistorischen Rahmen.

co/site: Neuer Name für einen etablierten Kulturstandort

Mit der Umbenennung von B-Part in co/site Am Gleisdreieck beginnt für den Standort ein neues Kapitel. Der Ausstellungsbereich firmiert künftig als co/site exhibition und wird weiterhin von loop – raum für aktuelle kunst kuratiert. Künstlerischer Leiter ist Rüdiger Lange.

Der Ausstellungsraum versteht sich als künstlerisch autonomer Ort, der zugleich in einen Dialog mit den Themen der künftigen Urbanen Mitte Am Gleisdreieck tritt. Dazu zählen neue Arbeitsformen, Coworking, Kultur und Sport sowie die Verbindung unterschiedlicher sozialer und kultureller Nutzungen.

So bleibt zeitgenössische Kunst bereits während der Entwicklung des Quartiers ein sichtbarer Bestandteil des Standorts.

Die Ausstellung „UNCOVER“ im co/site exhibition vereint künstlerische Positionen aus mehreren Generationen und hinterfragt die Sichtbarkeit ostdeutscher Kunst in der gesamtdeutschen Kunstgeschichte
Die Ausstellung „UNCOVER“ im co/site exhibition vereint künstlerische Positionen aus mehreren Generationen und hinterfragt die Sichtbarkeit ostdeutscher Kunst in der gesamtdeutschen Kunstgeschichte | loopraum

Ausstellung und Termine

UNCOVER. Ostdeutsche Künstler zwischen Zuschreibung und Sichtbarkeit

Eröffnung: Freitag, 6. November 2026, 18 Uhr

Ausstellungsdauer: 7. November bis 5. Dezember 2026

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 14 bis 18 Uhr

Ort: co/site exhibition, co/site Am Gleisdreieck, Luckenwalder Straße 6b, 10963 Berlin

Begleitprogramm: Am 20. November um 18 Uhr findet der Gesprächsabend „Zwischen den Generationen. Ostdeutsche Künstler im Gespräch“ statt. Die Finissage am 5. Dezember bietet nochmals Gelegenheit zu einer gemeinsamen Führung und Diskussion.