Tegel-Planungen: EXPO-Vorschlag führt zu Konfusion
Auf der MIPIM 2026 in Cannes wurden für dasselbe Gelände zwei unterschiedliche Nutzungskonzepte parallel vorgestellt. Während Hendrik Wolters, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH, um Investoren für die Urban Tech Republic warb, präsentierte das Architekturbüro gmp in unmittelbarer Nähe denselben Standort als potenziellen Austragungsort für die EXPO 2035.
Wolters betont, dass die Flächen des ersten Bauabschnitts, auf die sich die EXPO-Initiative bezieht, bereits vergeben seien und somit faktisch nicht mehr zur Verfügung stünden. „Überrascht hat uns, dass wir die EXPO-Pläne erst auf der Messe gesehen haben. Das hat ein falsches Bild erzeugt“, so Wolters. Zwar habe es seit 2024 Gespräche mit den EXPO-Verantwortlichen gegeben, konkrete Planungen seien jedoch erst in dieser Woche vorgelegt worden.
Planungssicherheit als zentrale Bedingung
Einen grundsätzlichen Ausschluss der EXPO-Idee lehnt Wolters ab. Für spätere Bauphasen zeigt er sich offen für Gespräche, insbesondere hinsichtlich von Parkplatz- und Freiflächen östlich der Terminals. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass wiederkehrende externe Vorschläge die Planung erschweren könnten. Planungssicherheit sei eine wesentliche Voraussetzung für ein Projekt dieser Größenordnung.
Unklar bleibt zudem die Besetzung der Führungsebene. Medienberichten zufolge wurde der Vertrag der Co-Geschäftsführerin Gudrun Sack nicht verlängert. Wolters bestätigt aber die Verlängerung seines eigenen Vertrags, ohne nähere Angaben zu Laufzeit oder Details zu machen: „Gehen Sie mal davon aus, dass ich auch im nächsten Jahr noch da bin und ich mich noch viele Jahre für die Entwicklung von Berlin TXL einsetzen will.“ (mz)