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Diplomatischer Tag des Bundeswirtschaftssenats
V. l. n. r.: Christoph Ahlhaus, Vorsitzender der Bundesgeschäftsführung des BVMW und Generalsekretär des Bundeswirtschaftssenats, Stefan Weiß, Geschäftsführer der medika Medizintechnik GmbH, und Hans-Josef Döllgen, Direktor des Bundeswirtschaftssenats, bei der Ernennung von Stefan Weiß zum Wirtschaftssenator h.c. | BERLINboxx

Diplomatischer Tag des Bundeswirtschaftssenats

10. September 2026

Stefan Weiß zum Wirtschaftssenator h.c. ernannt

Der Bundeswirtschaftssenat, das Exzellenzgremium des BVMW, hat Stefan Weiß, Geschäftsführer der medika Medizintechnik GmbH, im Rahmen des Diplomatischen Tages 2026 in Berlin zum Wirtschaftssenator h.c. ernannt. Gewürdigt wurden seine unternehmerische Leistung, sein langjähriges Engagement für den Mittelstand und die erfolgreiche Entwicklung des Familienunternehmens.

Beim Diplomatischen Tag des Bundeswirtschaftssenats am 8. September 2026 standen zunächst Besuche in der südkoreanischen, italienischen und ägyptischen Botschaft auf dem Programm. Den Abschluss des internationalen Austauschs zwischen Diplomatie, Politik und Mittelstand bildete ein Dinnerabend in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft. In diesem Rahmen wurde Stefan Weiß für sein unternehmerisches Wirken ausgezeichnet.

Vom Familienunternehmen zum bundesweiten Medizintechnik-Anbieter

Die Geschichte von medika reicht bis ins Jahr 1967 zurück. Damals gründete Josef Weiß das Unternehmen in Hof. Sein Sohn Stefan Weiß stieg Mitte der 1980er-Jahre in den Betrieb ein, absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und anschließend ein duales Studium der Betriebswirtschaft. 1989 beteiligte er sich am Unternehmen, 1998 übernahm er als Hauptgesellschafter und Geschäftsführer Verantwortung für die weitere Entwicklung.

Unter seiner Führung expandierte medika schrittweise über die ursprünglichen Kernregionen Bayern, Sachsen und Thüringen hinaus. Unternehmenszukäufe, der Aufbau eigener Produktlinien sowie die Ausweitung des Vertriebs auf ganz Deutschland und Österreich machten aus dem regional verwurzelten Familienunternehmen einen bundesweit tätigen Medizintechnik-Anbieter.

Auch während der Corona-Pandemie übernahm medika Verantwortung für die Versorgung mit medizinischer Schutzausrüstung. 2020 startete das Unternehmen gemeinsam mit Partnern eine deutsche Eigenproduktion unter anderem von Mundschutz, FFP2-Masken und Schutzkitteln. Zugleich organisierte medika in einer Phase erheblicher Lieferengpässe die Beschaffung dringend benötigter Schutzprodukte für medizinische Einrichtungen.

Ahlhaus: Mittelständisches Unternehmertum sichtbar machen

In seiner Laudatio stellte Christoph Ahlhaus, Vorsitzender der Bundesgeschäftsführung des BVMW und Generalsekretär des Bundeswirtschaftssenats, vor allem die Verbindung von wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlicher Verantwortung heraus. Gerade mittelständische Unternehmer tragen nicht nur Verantwortung für das eigene Unternehmen, sondern auch für Beschäftigte, Auszubildende, ihre Region und die Gesellschaft insgesamt.

Die Auszeichnung würdigt Unternehmerpersönlichkeiten, die beispielhaft für diese Form des Unternehmertums stehen. Ahlhaus betonte dabei ausdrücklich die Bereitschaft von Unternehmern, auch in schwierigen Zeiten persönliches wirtschaftliches Risiko zu tragen und langfristig Verantwortung zu übernehmen.

Bei Stefan Weiß kommt ein weiterer Aspekt hinzu: die erfolgreiche Unternehmensnachfolge. Gerade angesichts der Herausforderungen vieler Familienunternehmen beim Generationswechsel ist eine über Jahrzehnte gelungene Weiterentwicklung keine Selbstverständlichkeit.

„Mittelstand soll auch Mittelstand bleiben“

Weiß selbst nahm die Auszeichnung mit einem klaren Bekenntnis zum familiengeführten Mittelstand entgegen. Seit rund vier Jahrzehnten arbeite er mit Begeisterung für das Unternehmertum, sagte Weiß. Die Ehrung möchte er ausdrücklich mit in sein Unternehmen nehmen – auch mit Blick auf die nächste Generation, die bereits in den Startlöchern steht.

Für ihn ist entscheidend, die Eigenständigkeit des Familienunternehmens langfristig zu sichern. „Mein Ansinnen ist es, dass Mittelstand auch Mittelstand bleibt, weil mein Herz einfach für den Mittelstand und damit auch für den BVMW schlägt“, sagte Weiß.

Damit richtet sich sein Blick bereits auf die nächste unternehmerische Etappe: die eigene Nachfolge. Weiß machte deutlich, dass er eine familieninterne Lösung anstrebt. Zu oft habe er erlebt, dass traditionsreiche mittelständische Unternehmen verkauft und anschließend innerhalb weniger Jahre in größeren Konzernstrukturen aufgegangen seien.

Die Auszeichnung als Wirtschaftssenator h.c. versteht er deshalb weniger als Abschluss eines Lebenswerks, sondern als Anerkennung eines unternehmerischen Weges, der fortgeführt werden soll.

Der Bundeswirtschaftssenat ist das Exzellenzgremium des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW). Ihm gehören zahlreiche Hidden Champions, Weltmarktführer und herausragende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft an, darunter auch Nobelpreisträger. Die Unternehmen der Senatsmitglieder stehen gemeinsam für einen Jahresumsatz von rund 120 Milliarden Euro und tragen Verantwortung für 1,2 Millionen Beschäftigte. Der Senat ist gefragter Ansprechpartner der Politik und international vernetzt. Die Ehrenwürde Wirtschaftssenator h.c. wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich langjährig in besonderer Weise für die Ziele des Senats sowie durch herausragendes wirtschaftliches oder gesellschaftliches Engagement verdient gemacht haben. (fs)