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Von Hamburg nach Potsdam: Der salondergegenwart zeigt ein Panorama der deutschen Gegenwartskunst
Margarita und Christian Holle vor dem Kunstraum Potsdam. Mit dem salondergegenwart bringt das Hamburger Sammlerehepaar zum 15-jährigen Bestehen erstmals ein Panorama der deutschen Gegenwartskunst nach Potsdam | salondergegenwart

Von Hamburg nach Potsdam: Der salondergegenwart zeigt ein Panorama der deutschen Gegenwartskunst

29. Mai 2026

salondergegenwart erstmals in Potsdam: 200 Künstlerpositionen im Kunstraum Potsdam

Was vor 15 Jahren als Plattform zur Förderung junger Kunstschaffender begann, hat sich zu einem festen Bestandteil der deutschen Gegenwartskunst entwickelt. Nun kommt der salondergegenwart erstmals nach Potsdam. Vom 31. Mai bis 5. Juli 2026 präsentiert die Sammlung Holle im Kunstraum Potsdam ein außergewöhnliches Panorama zeitgenössischer Kunst mit rund 200 Künstlerpositionen.

Die von dem Hamburger Sammlerehepaar Margarita und Christian Holle initiierte Ausstellung vereint rund 75 künstlerische Positionen der Hauptausstellung mit einer besonderen Alumni-Präsentation, für die weitere 237 Künstlerinnen und Künstler eigens Werke zur Verfügung gestellt haben. Zur Eröffnung am 30. Mai werden mehr als 150 Kunstschaffende in Potsdam erwartet.

Ein Netzwerk der Gegenwartskunst

Seit seiner Gründung hat sich der salondergegenwart zu weit mehr als einer klassischen Ausstellungsreihe entwickelt. Das Format bringt Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Generationen zusammen und schafft einen Raum für Austausch, Sichtbarkeit und neue Verbindungen innerhalb der Kunstszene.

Die Ausstellung in Potsdam spiegelt diesen Ansatz wider. Zu sehen sind etablierte Künstlerpersönlichkeiten, Kunstprofessoren und ehemalige Meisterschüler renommierter deutscher Kunstakademien. Zu den vertretenen Namen gehören unter anderem Norbert Bisky, Jonas Burgert, Martin Eder, Katharina Grosse, Markus Lüpertz, Daniel Richter, Thomas Scheibitz, David Schnell und Jorinde Voigt.

Entstanden ist so keine klassische Sammlungsschau, sondern ein vielschichtiges Bild aktueller Entwicklungen der deutschen Gegenwartskunst.

Mehr als eine Ausstellung

Der salondergegenwart versteht sich nicht allein als Ausstellungsformat, sondern als Förderplattform für junge Kunstschaffende. Seit Jahren besuchen Margarita und Christian Holle Kunsthochschulen, sprechen mit Professorinnen und Professoren, entdecken Talente in Ateliers und begleiten künstlerische Entwicklungen oft lange bevor diese auf Messen, in Galerien oder Museumssammlungen sichtbar werden.

Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie anspruchsvoll: Sichtbarkeit schaffen, bevor der Markt aufmerksam wird. Der salondergegenwart möchte jungen Positionen Zugang zu Netzwerken, Öffentlichkeit und potenziellen Förderern ermöglichen. Die gemeinnützige Struktur des Projekts unterstreicht diesen Anspruch.

237 Werke für die Kunstförderung

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Alumni-Präsentation. Für das Jubiläumsjahr folgten 237 Künstlerinnen und Künstler dem Aufruf des salondergegenwart und stellten eigens Arbeiten im Format 40 x 30 Zentimeter zur Verfügung.

Diese Werke sind nicht nur Teil der dAusstellung, sondern können auch erworben werden. Ein Viertel der Erlöse fließt direkt in die Kunstförderung. Damit verbindet das Projekt die Präsentation zeitgenössischer Kunst mit einem konkreten Beitrag zur Unterstützung künstlerischer Arbeit.

Zu den beteiligten Alumni-Künstlern zählen unter anderem Sven Drühl, Hannah Sophie Dunkelberg, Pius Fox und Benedikt Hipp.

Noch vor der Eröffnung entsteht im Kunstraum Potsdam die Alumni-Wand des salondergegenwart: 237 Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die das Förderprojekt in den vergangenen 15 Jahren begleitet haben | salondergegenwart
Noch vor der Eröffnung entsteht im Kunstraum Potsdam die Alumni-Wand des salondergegenwart: 237 Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die das Förderprojekt in den vergangenen 15 Jahren begleitet haben | salondergegenwart

Potsdam als Treffpunkt der Kunstszene

Mit der Premiere des salondergegenwart in Potsdam rückt zugleich die Schiffbauergasse als bedeutender Kulturstandort in den Fokus. Der Kunstraum Potsdam bietet den Rahmen für eine Ausstellung, die weit über eine reine Werkschau hinausgeht.

Neben den gezeigten Arbeiten sind Artist Talks und Workshops geplant, die den direkten Austausch zwischen Künstlerinnen und Künstlern, Sammlern und Publikum fördern sollen. Gerade dieser persönliche Dialog gehört seit vielen Jahren zum Selbstverständnis des Formats.

Die Eröffnung am 30. Mai verspricht dabei selbst zu einem Ereignis der Kunstszene zu werden. Mehr als 150 Künstlerinnen und Künstler werden vor Ort erwartet – eine seltene Gelegenheit, zahlreiche Positionen der deutschen Gegenwartskunst nicht nur in den Ausstellungsräumen, sondern auch im direkten Gespräch kennenzulernen.

Eröffnet wird die Ausstellung von Mike Geßner, Leiter des Kunstraums Potsdam, und Margarita Holle, Gründerin der salondergegenwart gGmbH.

Weiterführender Hör-Tipp

Wer mehr über die Idee hinter dem salondergegenwart erfahren möchte, findet im Podcast „On the Way to New Work“ ein ausführliches Gespräch mit Christian Holle. Im Austausch mit Host Michael Trautmann geht es um Talentförderung, die Rolle der Kunst in der Gesellschaft und die Entstehung eines Netzwerks, das seit 15 Jahren junge Künstlerinnen und Künstler begleitet.

Podcast:

https://open.spotify.com/episode/0Lh0VGErAU3TIaPPK3Tbos

Ausstellung

salondergegenwart – Sammlung Holle im Kunstraum Potsdam

Eröffnung: 30. Mai 2026, 16 Uhr

Ausstellung: 31. Mai bis 5. Juli 2026

Kunstraum Potsdam

Schiffbauergasse 4D

14467 Potsdam

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 13 bis 18 Uhr

Weitere Informationen:

www.salondergegenwart.de