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Richtfest in Karlshorst: 234 geförderte Wohnungen für Lichtenberg
v.l.n.r.: Ingo Malter, Geschäftsführer der STADT UND LAND, Stephan Machulik, Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz, Camilla Schuler, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung in Lichtenberg, Natascha Klimek, Geschäftsführerin der STADT UND LAND, Sascha Klupp, Vorstand der INTER STADT AG, und Christian Gérôme beim Richtfest | BERLINboxx

Richtfest in Karlshorst: 234 geförderte Wohnungen für Lichtenberg

08. Juli 2026

INTER STADT AG und STADT UND LAND feiern wichtigen Baufortschritt an der Walkürenstraße – Bezirk setzt weiter auf beschleunigten Wohnungsbau

Mit dem Richtfest für ein neues Wohnensemble mit 234 geförderten Mietwohnungen an der Walkürenstraße in Karlshorst ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für den Wohnungsbau in Berlin erreicht. Entwickelt wurde das Projekt von der INTER STADT AG, die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH übernimmt das Quartier nach schlüsselfertiger Fertigstellung in ihren Bestand. Damit entsteht im Bezirk dringend benötigter bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein.

Das Projekt steht beispielhaft für ein Zusammenspiel, das in Berlin zunehmend an Bedeutung gewinnt: private Entwicklungskompetenz, kommunale Wohnraumversorgung und eine Verwaltung, die Planungs- und Genehmigungsprozesse aktiv begleitet. Gerade in Lichtenberg, einem der am stärksten wachsenden Bezirke der Hauptstadt, wird diese Zusammenarbeit zu einem entscheidenden Faktor für die Entlastung des Wohnungsmarktes.

Kommunaler Wohnungsbau trifft private Entwicklungskraft

Für die STADT UND LAND unterstrich Geschäftsführerin Natascha Klimek die Bedeutung des Projekts für das landeseigene Wohnungsunternehmen. Es sei das erste gemeinsame Projekt mit der INTER STADT AG und von Beginn an sehr gut angelaufen. Klimek dankte insbesondere Sascha Klupp, Vorstand der INTER STADT AG, sowie Christian Gérôme als Investmentpartner der INTER STADT für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

„Wir freuen uns, im kommenden Jahr rund 234 Wohnungen in unseren Bestand aufnehmen zu können und damit wichtigen Wohnraum für Berlin zu schaffen“, sagte Klimek. Besonders hob sie auch die Qualität des entstehenden Quartiers hervor. Der geplante Innenhof solle zu einer Begegnungsstätte für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner werden – ein Ort des Zusammenkommens und ein Stück klassisches Berliner Wohnumfeld.

Machulik: Bezahlbarer Wohnraum bleibt zentrale Aufgabe

Stephan Machulik, Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, stellte in seiner Ansprache die wohnungspolitische Bedeutung des Projekts heraus. Die 234 Wohnungen seien nicht zufällig entstanden, sondern Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten. Grundlage sei die Berliner Wohnraumförderung, durch die die Wohnungen künftig zu bezahlbaren Konditionen angeboten werden können.

„Berlin wächst weiter, die Stadt hat nach wie vor eine große Strahlkraft. Die Menschen, die zu uns kommen, brauchen Wohnraum – und zwar bezahlbaren Wohnraum“, sagte Machulik. Das Land wolle den Wohnungsmarkt nicht übernehmen, aber mit den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften einen starken Anteil am Markt sichern, um in angespannten Phasen steuernd eingreifen zu können.

Das Projekt an der Walkürenstraße zeige zugleich, welche Rolle private Partner bei der Beschleunigung des Wohnungsbaus spielen können. Private Entwickler könnten Projekte oft mit hoher Geschwindigkeit voranbringen; die landeseigenen Unternehmen sicherten anschließend langfristig bezahlbaren Wohnraum. Machulik dankte den privaten Partnern ausdrücklich dafür, dass diese Zusammenarbeit an der Walkürenstraße so gut funktioniert habe.

Staatssekretär Stephan Machulik, Bezirksstadträtin Camilla Schuler und Christian Gérôme beim Richtfest an der Walkürenstraße – hier entstehen 234 geförderte Mietwohnungen für Berlin-Karlshorst | BERLINboxx
Staatssekretär Stephan Machulik, Bezirksstadträtin Camilla Schuler und Christian Gérôme beim Richtfest an der Walkürenstraße – hier entstehen 234 geförderte Mietwohnungen für Berlin-Karlshorst | BERLINboxx

Mehr als Beton: Qualität für das Quartier

Neben der reinen Zahl neuer Wohnungen wurde beim Richtfest auch die städtebauliche Qualität des Projekts betont. Das neue Wohnensemble soll nicht nur Wohnraum schaffen, sondern ein lebenswertes Quartier mit Aufenthaltsqualität. Der Innenhof spielt dabei eine zentrale Rolle: Er soll Raum für Begegnung, Familien, Kinder und Nachbarschaft bieten und zugleich Aspekte der Klimaresilienz berücksichtigen.

Damit knüpft das Projekt an eine Entwicklung an, die im Berliner Wohnungsbau immer wichtiger wird: Geförderter Wohnraum soll nicht nur schnell entstehen, sondern auch langfristig funktionierende Nachbarschaften ermöglichen.

Schuler: Lichtenberg beweist, dass Verwaltung schnell sein kann

Camilla Schuler, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Bauen, Facility Management sowie Jugend und Familie, würdigte das Projekt als wichtigen Beitrag für den wachsenden Bezirk. „Es gab einmal eine Idee – und diese Idee hat dafür gesorgt, dass wir heute ein neues Stück Lichtenberg bekommen“, sagte Schuler.

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum sei groß. Viele Menschen litten unter steigenden Mieten, darauf müsse Politik mit konkretem Handeln antworten. „Hier entsteht Wohnraum für Menschen in völlig unterschiedlichen Lebenssituationen. Man sieht schon jetzt: Das wird ein Ort, an dem Menschen sehr gerne leben werden“, so Schuler.

Zugleich nutzte sie das Richtfest, um den beteiligten Bauleuten, Planern und der Verwaltung zu danken. Ohne die Arbeit auf der Baustelle könne ein solches Richtfest nicht gefeiert werden. Besonders hob Schuler auch das Stadtplanungsamt Lichtenberg hervor. Trotz häufig geäußerter Kritik an Verwaltungen habe der Bezirk gezeigt, dass schnelle Verfahren möglich seien, wenn alle Beteiligten frühzeitig und abgestimmt zusammenarbeiten.

Lichtenberg als Vorreiter beim Bau-Turbo

Im anschließenden Gespräch verwies Schuler auf die besondere Rolle Lichtenbergs bei der Anwendung beschleunigter Wohnungsbauverfahren. Der Bezirk nutze derzeit neun Bau-Turbo-Verfahren und gehöre damit berlinweit zu den aktivsten Bezirken bei der Umsetzung dieses Instruments.

„Wir sind nach wie vor ein Bezirk, der sehr viel Zuwachs erlebt. Darauf müssen wir Antworten finden“, sagte Schuler. Entscheidend sei, dass die Verwaltung das Instrument nicht nur formal anwende, sondern frühzeitig alle beteiligten Ämter einbinde. Genau dieses eigene Verfahren habe sich in Lichtenberg bewährt. Lichtenberg ist mit neun Bauturbo-Verfahren der Primus unter den Berliner Bezirken.

Christian Gérôme bestätigte die hervorragende Zusammenarbeit mit den Lichtenberger Behörden: „Wir entwickeln in vielen Berliner Bezirken und können klar feststellen, dass die Mitarbeiter der Lichtenberger Verwaltung professionell und konstruktiv mitgewirkt haben, dass die dringend benötigten Wohnungen für die Karlshorster Bürger termingerecht errichtet werden können. Lichtenberg ist ein Vorbild für ganz Berlin“.

Das Richtfest an der Walkürenstraße zeigt damit mehr als den Baufortschritt eines einzelnen Projekts. Es steht für eine neue Pragmatik im Berliner Wohnungsbau: schneller planen, verlässlicher umsetzen und bezahlbaren Wohnraum dauerhaft sichern. Für Lichtenberg ist das neue Quartier ein weiterer Baustein in einem Bezirk, der wächst – und der zeigen will, dass Wohnungsbau auch in Berlin vorankommen kann. (fs)