Richtfest an der Havelschanze
Das Richtfest für das Pilotprojekt „Havelschanze“ in Berlin-Spandau fand am gestrigen Dienstag statt. Anlass war der erfolgreiche Abschluss des Rohbaus des innovativen Mitarbeiter-Wohnquartiers. Mit dem Pilotvorhaben setzt der Deutsche Verband Job & Wohnen (DVJW) ein starkes Zeichen für die Verbindung von Arbeiten und Wohnen mit dem Ziel, bezahlbaren Wohnraum für Beschäftigte zu schaffen.
Bis zum Frühjahr 2027 entstehen auf dem Grundstück mit Blick auf die Havel bis zu 120 günstige Mietwohnungen in nachhaltiger Holzbauweise, und damit eine neue Generation des genossenschaftlichen Bauens: sozial, umweltfreundlich und zukunftsorientiert. Das Projekt ist das erste genossenschaftliche Mitarbeiter-Wohnquartier in Berlin und richtet sich speziell an Auszubildende sowie Mitarbeiter mittelständischer Unternehmen. Geplant ist, dass das Quartier durch Gemeinschaftsflächen, ein Café, Nachbarschaftsgärten und eine eigene Kita ergänzt wird.
Das Bauvorhaben gilt als ein wegweisendes Pilotprojekt zur Mitarbeiterbindung in der Hauptstadtregion. Die Baukosten betragen rund 27,5 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt über Baukostenzuschüsse der Mitgliedsunternehmen, Förderdarlehen der Investitionsbank Berlin (IBB), Kapitalmarktdarlehen der GLS Bank und Zuschüsse der KfW.
Dr. Peter Diedrich, Vorstandsvorsitzender des DVJW, unterstrich bereits bei der Grundsteinlegung Ende 2025 den Vorbildcharakter des Projekts: „Berlin braucht einen Neustart – und Konzepte, die zeigen, wie es gehen kann. Unser Leitmotiv ‚Immerfort zu werden und niemals zu sein‘ fasst zusammen, was wir unter Stadtentwicklung verstehen: Quartiere, die mit den Menschen wachsen, Orte, die Gemeinschaft ermöglichen, Strukturen, die tragen. Ich freue mich, wenn in diesem Projekt nach Fertigstellung Leben einkehrt und eine neue Gemeinschaft entsteht.“ (red)