KSP Engel mit nsp: Funktional, urban, nutzungsorientiert
KSP Engel gehört zu den großen deutschen Architekturbüros mit internationaler Reichweite. Das von Jürgen Engel geführte Büro arbeitet an Hochhaus-, Büro-, Gesundheits-, Kultur-, Wissenschafts-, Hotel- und Wohnbauten und versteht Architektur als multidisziplinäre Aufgabe. Im Zentrum steht dabei ein Ansatz, den Engel selbst als „vom Menschen her gedachte Architektur“ beschreibt.
Für die Urbane Mitte Süd am Gleisdreieck ist diese Haltung besonders relevant. Denn hier geht es nicht um eine isolierte architektonische Setzung, sondern um einen komplexen Stadtbaustein: mit hoher Dichte, öffentlichen Nutzungen, Freiraumbezügen, infrastrukturellen Anforderungen und starken Erwartungen an Aufenthaltsqualität.
Internationale Erfahrung, Berliner Praxis
KSP Engel realisiert Projekte im nationalen und internationalen Raum. Zu den bekannten Kulturbauten zählen die Chinesische Nationalbibliothek in Peking, das Shenzhen Art Museum and Library, das Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Bergen-Belsen sowie die Große Moschee Algier. Das Büro arbeitet dabei häufig an Aufgaben, die architektonische Prägnanz mit funktionaler Komplexität verbinden.
Gleichzeitig spielt Berlin eine wichtige Rolle in der Arbeit von KSP Engel. Seit 1995 unterhält das Büro einen Standort in der Hauptstadt. Ein prägnantes Beispiel ist der Gleis Park am Gleisdreieck: Dort entstanden durch den Teilrückbau eines Parkhauses 178 Wohnungen. Das Projekt zeigt, wie KSP Engel bestehende Strukturen nicht nur ersetzt, sondern transformiert und für neue urbane Nutzungen öffnet. Genau diese Erfahrung mit Nachverdichtung, Bestand und städtischer Umcodierung macht den Bezug zur Urbanen Mitte Süd besonders interessant.
Alltagsarchitektur als Stadtbaustein
Neben ikonischen öffentlichen Gebäuden betont KSP Engel die Bedeutung guter Alltagsarchitektur. Gerade sie prägt Städte im täglichen Erleben: Wohnbauten, Bürogebäude, öffentliche Einrichtungen, Erdgeschosszonen, Wege, Übergänge und Aufenthaltsräume. Diese Haltung passt zur Aufgabenstellung am Gleisdreieck. Die Urbane Mitte Süd braucht keine Architektur, die nur aus der Distanz wirkt. Sie muss im Alltag funktionieren, für Menschen, die dort arbeiten, wohnen, ankommen, durchqueren oder sich aufhalten.
Damit rückt eine zentrale Frage in den Vordergrund: Wie lässt sich urbane Dichte so organisieren, dass sie nicht zur Belastung wird, sondern Qualität erzeugt? KSP Engel bringt hierfür Erfahrung mit funktionalen, effizienten und zugleich stadträumlich wirksamen Gebäuden ein.
ESG als ganzheitliches Prinzip
KSP Engel formuliert Nachhaltigkeit ausdrücklich als Zusammenspiel ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Aspekte. Damit geht es neben Energiekennwerte und Materialien vor allem um die langfristige Leistungsfähigkeit eines Gebäudes: seine Nutzbarkeit, seine Wirtschaftlichkeit, seine Anpassungsfähigkeit und seinen Beitrag zum Stadtraum. Das Büro beschreibt seine Arbeit als prozesshaftes Denken, bei dem Ort, Kontext und Zweck jeder Bauaufgabe neu bewertet werden.
Für die Urbane Mitte Süd ist diese ESG-Perspektive zentral. Ein Quartier an dieser Lage muss Ressourcen schonen, wirtschaftlich tragfähig bleiben und soziale Nutzbarkeit ermöglichen. Es muss mit Klimaanforderungen umgehen, aber zugleich im Alltag robust funktionieren. Nachhaltigkeit entsteht hier nicht durch ein einzelnes Merkmal, sondern durch das Zusammenspiel von Architektur, Freiraum, Nutzung und Lebenszyklus.
Freiraum als verbindende Struktur
Mit nsp landschaftsarchitekten stadtplaner ergänzt ein Büro das Team, das Landschaftsarchitektur und Städtebau verbindet. nsp arbeitet in Bereichen wie Parkanlagen, Plätze, Freizeitanlagen, Arbeits- und Wohnumfeld, Bildungs- und Kulturbauten sowie städtebauliche Planung.
Für das Gleisdreieck ist diese Kompetenz entscheidend. Der Freiraum muss zwischen Park, Bebauung und Infrastruktur vermitteln. Er muss Wege ordnen, Aufenthaltsqualität schaffen, klimaresilient wirken und soziale Nutzungen ermöglichen. Damit wird Landschaft zu einem aktiven Bestandteil der Stadtentwicklung.
Dichte, Alltag und Aufenthaltsqualität
Das Team aus KSP Engel und nsp landschaftsarchitekten stadtplaner bringt eine Perspektive in den Wettbewerb ein, die Funktionalität und Stadtraum zusammendenkt. Architektur soll hier nicht nur prägnant sein, sondern dienen: dem Ort, den Nutzungen und den Menschen, die sich künftig dort bewegen. Für die Urbane Mitte Süd ist genau diese Verbindung aus urbaner Dichte, nachhaltiger Effizienz und guter Alltagsqualität von besonderer Bedeutung. (red)