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Neustart für das ICC
Mehr als nur ein Lost Place: das ICC Kongresszentrum | © Kasa Fue, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Neustart für das ICC

24. Juni 2026

Für das ICC am Funkturm zeichnet sich nach zwölf Jahren fast vollständigen Leerstands eine neue Nutzung ab. Aus dem Lost Place soll ein Hotspot für Kunst und Kreativwirtschaft werden. Das sehen die Planungen einer Gruppe von Projektpartnern vor, an die der Senat den Mammutbau per Erbbaurecht für 99 Jahre abgeben will. Den Kern des Konsortiums bilden die MIB AG und ihre Tochter Coloured Fields, dazu kommen die Baukonzerne Hochtief und Max Dudler sowie Architekturbüros und weitere Experten. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sprach von einem überzeugenden Konzept.

An der Stelle des alten Parkhauses ist der Bau eines neuen, scheibenförmigen Kongresshotels vorgesehen, das den 1979 eröffneten Koloss sogar noch überragen würde. Zudem soll jenseits der Neuen Kantstraße auf einem Parkplatz ein mit 100 Metern noch höherer Neubau mit Büros, Wohnungen, Einzelhandel und einem weiteren Hotel entstehen.

Die Fensterflächen im Kopfbau des gern mit einem Raumschiff verglichenen Kongresszentrums sollen deutlich vergrößert werden. Für die Sanierung des schadstoffbelasteten ICC, einst Europas größtes Kongresszentrum, planen die Investoren auch Fördermittel von Bund und Land ein – in welcher Höhe, ist bisher nicht bekannt. Die Kosten werden auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt, mit der Eröffnung wird nicht vor 2032 gerechnet. (red)