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Mercedes-Benz verkauft Autohäuser an britischen Investor
Mercedes-Benz trennt sich nach und nach von den konzerneigenen Autohäusern | Bild: Mike Bird, Pexels

Mercedes-Benz verkauft Autohäuser an britischen Investor

13. Mai 2026

Mercedes-Benz trennt sich von sieben Autohäusern in Berlin und Brandenburg. Von der Entscheidung sind mehr als 1.100 Beschäftigte betroffen, die IG Metall geht sogar von 1.500 aus. Die konzerneigene Niederlassung Berlin-Brandenburg soll von der britischen Global Auto Holdings Limited (GAHL) übernommen werden.

Zum Verkauf gehören fünf Standorte in Berlin sowie zwei weitere in Brandenburg. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Laut Mercedes betreibt GAHL bereits seit mehreren Jahren Mercedes-Standorte in Großbritannien und den USA.

Die geplante Veräußerung der konzerneigenen Autohäuser in Deutschland hatte der Stuttgarter Konzern bereits 2024 angekündigt. Damals erklärte das Unternehmen, rund 80 Standorte mit etwa 8.000 Beschäftigten verkaufen zu wollen. Nach Protesten aus der Belegschaft verständigte sich der Konzern im Sommer 2024 mit dem Gesamtbetriebsrat auf zentrale Rahmenbedingungen für mögliche Betriebsübergänge.

In den vergangenen Monaten setzte Mercedes den Verkaufsprozess schrittweise fort. Mitte 2024 wurde zunächst die Niederlassung in Neu-Ulm veräußert, später folgten weitere Standorte, wie etwa Mainz, Dortmund und Lübeck. Mit dem Verkauf der Niederlassung Berlin-Brandenburg wird dieser Kurs nun auch in der Hauptstadtregion fortgeführt. (red)