MAZ zieht ins Kreativ Quartier: Ein neuer Mittelpunkt für Potsdams Medienlandschaft
Mit der Eröffnung ihres neuen Redaktionsstandorts setzt die Märkische Allgemeine Zeitung ein Zeichen für die Zukunft des Lokaljournalismus. Ministerpräsident Dietmar Woidke und Oberbürgermeisterin Noosha Aubel würdigten den Umzug in das Kreativ Quartier Potsdam. Für das von BOHNZIRLEWAGEN begleitete Immobilienprojekt beginnt mit dem Einzug namhafter Nutzer eine neue Phase.
„Dat is brandenburgisch!“
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke bewies bei der Einweihung des neuen Redaktionssitzes der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) am 3. November in Potsdam seinen Sinn für trockenen Humor. „Dat is brandenburgisch!“, kommentierte er die betont schlichte Gestaltung der neuen Räumlichkeiten und sprach augenzwinkernd von einem „fröhlichen Waschbetondesign“. Der preußischen Bescheidenheit konnte Woidke durchaus etwas abgewinnen: Hier werde man bei der kreativen Arbeit wenigstens nicht abgelenkt. Preußisches Understatement statt architektonischer Opulenz. „Herzlich willkommen in Preußen“, gab der Ministerpräsident den Journalisten und den Gästen mit auf den Weg.
Doch hinter der heiteren Begrüßung stand eine ernste Botschaft: Mit dem Umzug ins Kreativ Quartier investiert die MAZ nicht nur in einen neuen Standort, sondern in die Zukunft des unabhängigen Regionaljournalismus.
Das Quartier gewinnt an Leben
Die MAZ hat ihren neuen Sitz im Gebäude „Laterne“ an der Werner-Seelenbinder-Straße bezogen. Der markante Neubau mit seiner semitransparenten Glasfassade ist Teil eines Ensembles aus sieben Gebäuden, das Kultur, Kreativwirtschaft, Medien und Unternehmen mitten in Potsdam zusammenführt.
Entwickelt wurde das rund 25.000 Quadratmeter umfassende Kreativ Quartier von Glockenweiß unter Geschäftsführer Christopher Weiß, gemeinsam mit der IDEAL Lebensversicherung als Entwicklungs- und Kapitalpartner. Das städtebauliche Grundkonzept stammt von MVRDV, die Objektplanung verantwortet das Berliner Architekturbüro &MICA. BOHNZIRLEWAGEN Berlin übernahm das Projektmanagement und die Projektsteuerung in der zweiten Entwicklungsphase.
Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel erinnerte daran, dass der Entstehung des Quartiers intensive und teilweise kontroverse Diskussionen vorausgegangen waren. Nun entstehe hier ein Ort, an dem unterschiedliche Berufsgruppen zusammenarbeiten und voneinander profitieren könnten. Die Ansiedlung der MAZ sei dafür ein wichtiger Schritt.
BOHNZIRLEWAGEN: Entscheidend ist, was nach dem Bauen kommt
Für Christian Niehoff, Geschäftsführender Gesellschafter von BOHNZIRLEWAGEN Berlin, zeigt die Ansiedlung des Medienhauses, wie sich die ursprüngliche Projektidee zunehmend im Alltag bewährt.
„Mit dem Einzug der MAZ ist sichtbar geworden, was wir mit dem Kreativ Quartier gemeinsam auf den Weg gebracht haben: einen Standort, der unterschiedliche Nutzungen verbindet und langfristig Perspektiven eröffnet. Der Erfolg eines solchen Projekts entscheidet sich nicht allein bei der Fertigstellung, sondern vor allem darin, wie die Gebäude und das Quartier mit Leben gefüllt werden“, so Niehoff.
Die Eröffnung des neuen Redaktionsstandorts markiert damit einen weiteren Schritt vom abgeschlossenen Bauvorhaben zum genutzten urbanen Quartier.
Investition in die Zukunft des Journalismus
Woidke nutzte die Eröffnung auch für ein klares Bekenntnis zur Pressefreiheit. In Zeiten, in denen sich Meinungen schneller verbreiteten als Fakten und Desinformation demokratische Institutionen gefährde, sei unabhängiger Journalismus unverzichtbar.
Den Umzug der MAZ bezeichnete er als weit mehr als einen Standortwechsel: „Es ist eine Investition in die Zukunft eines guten Journalismus hier in unserer Brandenburger Landeshauptstadt, hier in Potsdam.“
Auch Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel hob die Bedeutung des neuen Standorts für den gesellschaftlichen Austausch hervor. „Ich bin mir sehr sicher, dass viele andere Mieterinnen und Mieter von der MAZ profitieren werden und dass das aber auch umgekehrt so sein wird“, erklärte sie. Gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung seien Orte der persönlichen Begegnung und des kritischen Diskurses von besonderer Bedeutung.
Für das Kreativ Quartier ist diese Perspektive ebenso bedeutsam wie der Einzug selbst: Mit der MAZ gewinnt es nicht nur einen prominenten Nutzer, sondern einen Akteur, der das gesellschaftliche Leben der Landeshauptstadt künftig von hier aus journalistisch begleiten wird. (eg)