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Liberale Immobilienrunde eröffnet das Immobilienjahr in Berlin
Der Vorstand der Liberalen Immobilienrunde mit Steffen Krach (2. v. l.). | v. l..: Jacopo Mingazzini, Steffen Krach, Petra Müller, Kaya Michaela Müssig und Sebastian Czaja | LIR

Liberale Immobilienrunde eröffnet das Immobilienjahr in Berlin

04. März 2026

Austausch mit SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach

Rund 220 Gäste aus Immobilienwirtschaft, Politik und Wirtschaft kamen zum Neujahrsempfang der Liberalen Immobilienrunde e.V. (LIR) im Boulevard Berlin in Steglitz zusammen. Gastgeber des Abends war erneut Dunman Capital mit Henning Zimmermann, der den Dialog zwischen Immobilienbranche und Politik als wichtigen Bestandteil der Berliner Standortdebatte hervorhob.

Krach zu Gast bei der LIR

Erstmals nahm mit Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD Berlin für die Abgeordnetenhauswahl 2026 und möglicher Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters, ein Sozialdemokrat als Hauptgast am Neujahrsempfang der LIR teil. Petra Müller, Vorstandsvorsitzende der LIR, moderierte gemeinsam mit Sebastian Czaja das Gespräch. Die Diskussion griff zentrale Themen der Berliner Stadtentwicklung auf: Wohnungsbau, Mobilität, wirtschaftliche Perspektiven der Hauptstadt und die Rolle Berlins als Wirtschaftsstandort.

Wohnungsmarkt, Mieten und Fachkräfte

Die Diskussion drehte sich vor allem um die Balance zwischen sozialpolitischen Zielen und der Investitionsbereitschaft der Immobilienwirtschaft. Auch Fragen nach realistischen Wohnungsbauzielen und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit neuer Regulierungen spielten eine wichtige Rolle.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung der Berliner Wohnungsmieten und deren Folgen für den Arbeits- und Wirtschaftsstandort. Krach verwies darauf, dass Berlin lange Zeit von vergleichsweise moderaten Mieten profitiert habe und damit Fachkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet anzog. Inzwischen hätten sich die Rahmenbedingungen deutlich verändert. Steigende Mieten erschwerten insbesondere jungen Arbeitnehmern und Familien den Zugang zum Wohnungsmarkt. Umso wichtiger bleibe der Ausbau bezahlbaren Wohnraums und eine bessere Verzahnung von Wohnungs- und Wirtschaftspolitik.

Politische Perspektiven für Berlin

Auch politische Perspektiven für Berlin kamen zur Sprache. Krach schloss eine Zusammenarbeit mit der AfD aus und ließ eine mögliche Kooperation mit der Linken offen. Zugleich betonte er seine persönliche Verbundenheit mit Berlin, in das er inzwischen mit seiner Familie gezogen ist. Für die Zukunft der Stadt forderte er mehr Tempo in der Stadtentwicklung und sprach sich unter anderem für die Initiative Expo 2035 Berlin aus.

Dialog zwischen Politik und Immobilienwirtschaft

Petra Müller erinnerte in ihrem Schlusswort an den Anspruch der LIR: „Nur wer sich zuhört, kann Brücken bauen – zwischen den Interessen der Immobilienwirtschaft, der Politik und der Gesellschaft. Wir bedanken uns bei Steffen Krach für das offene Gespräch und stehen für den Austausch mit allen demokratischen Parteien. Unser Ziel ist es, diesen Dialog weiterhin aktiv zu fördern und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen des Berliner Immobilienmarktes zu entwickeln.“

Die Liberale Immobilienrunde (LIR) versteht sich als Netzwerk für den Dialog zwischen Immobilienwirtschaft, Politik und Stadtgesellschaft. Projektentwickler, Investoren, Stadtplaner sowie politische Entscheidungsträger diskutieren hier regelmäßig über wirtschaftliche, rechtliche und städtebauliche Rahmenbedingungen des Bauens in Berlin. Gerade in einer Phase, in der Wohnungsbau, Regulierung und Investitionsbedingungen zunehmend politisch geprägt werden, gewinnt dieser Austausch weiter an Gewicht – nicht zuletzt mit Blick auf die politischen Weichenstellungen der kommenden Jahre. (red)