Kunst-Sensation in Potsdam: salondergegenwart eröffnet erstmals in der Hauptstadtregion
Mit der Ausstellung „salondergegenwart – Sammlung Holle im Kunstraum Potsdam“ ist am Samstag eine umfangreiche Präsentation von Positionen zeitgenössischer Kunst in der Hauptstadtregion eröffnet worden. Der Kunstraum Potsdam in der Schiffbauergasse wird bis zum 5. Juli zu einem Treffpunkt für Künstlerinnen und Künstler, Sammler, Galeristen, Kuratoren und kunstinteressiertes Publikum. Die vom Hamburger Sammlerpaar Margarita und Christian Holle initiierte Ausstellung versammelt Arbeiten aus 15 Jahren salondergegenwart und verbindet 75 Werke aus der Sammlung Holle mit einer eigens konzipierten Alumni-Präsentation. Bereits zur Eröffnung war der Besucherandrang groß, Gespräche und Begegnungen verlagerten sich im Laufe des Nachmittags bis in den Abend hinein auch in die Außenbereiche des Kunstraums.
Zu den begeisterten Gästen zählten zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst, Kultur und Gesellschaft. Die international erfolgreichen Künstler Leiko Ikemura und Gregor Hildebrandt sowie das Galeristenpaar Johann und Lena König ließen es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen, ebenso wie Herbert Grönemeyer.

Zwischen Sammlung, Förderung und Netzwerk
Der salondergegenwart wurde vor 15 Jahren von Margarita und Christian Holle als Plattform zur Förderung junger künstlerischer Positionen gegründet. Seitdem hat sich das Format zu einem Netzwerk entwickelt, das Kunsthochschulen, Ateliers, Künstlerinnen und Künstler, Sammler und Öffentlichkeit miteinander verbindet. Das Ehepaar Holle besucht seit Jahren regelmäßig Kunsthochschulen und Ateliers, spricht mit Professorinnen und Professoren und nimmt künstlerische Entwicklungen oft früh in den Blick. Viele Positionen, die in früheren Ausgaben des salondergegenwart in Hamburg gezeigt wurden, sind inzwischen auf Messen, in Galerien oder institutionellen Sammlungen vertreten. Die Potsdamer Premiere zeigt ein breites Spektrum deutscher Gegenwartskunst. Zu den vertretenen Künstlerinnen und Künstlern zählen unter anderem Christian Awe, Norbert Bisky, Jonas Burgert, Martin Eder, Katharina Grosse, Leiko Ikemura, Markus Lüpertz, Daniel Richter, Thomas Scheibitz, David Schnell und Jorinde Voigt.

237 Arbeiten ehemaliger Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Ein Schwerpunkt der Jubiläumsausstellung liegt auf einer Alumni-Präsentation mit 237 Arbeiten im Format 30 x 40 Zentimeter. Die Werke stammen von Künstlerinnen und Künstlern, die in der Vergangenheit am salondergegenwart beteiligt waren. Sie wurden eigens für die Potsdamer Ausstellung angefertigt und können käuflich erworben werden. Ein Teil der Erlöse fließt nach Angaben der Veranstalter in die Kunstförderung. Bereits am Eröffnungsabend wurden rund 30 Arbeiten verkauft. Damit wird die Ausstellung nicht nur als Rückblick auf 15 Jahre salondergegenwart lesbar, sondern auch als Fortsetzung eines Fördergedankens, der Sichtbarkeit, Verkaufsmöglichkeiten und Netzwerkbildung miteinander verbindet.
Potsdam rückt in den Blick
Für Potsdam bedeutet die Ausstellung einen bemerkenswerten Moment innerhalb der regionalen Kunstlandschaft. Die Schiffbauergasse, ohnehin ein wichtiger Kulturstandort der Stadt, wird mit dem salondergegenwart für mehrere Wochen zu einem Ort, an dem etablierte Positionen und jüngere künstlerische Stimmen zusammenkommen. Der künstlerische Leiter des Kunsthauses in Potsdam, Mike Geßner, sprach anlässlich der Eröffnung von einem Glücksfall für die Stadt Potsdam. Die Ausstellung reicht damit über das Format einer klassischen Sammlungsschau hinaus. Sie versteht sich als Plattform für Austausch und Begegnung – ergänzt durch Artist Talks und Workshops, die während der Laufzeit geplant sind. (eg)
„salondergegenwart – Sammlung Holle im Kunstraum Potsdam“ ist bis zum 5. Juli 2026 im Kunstraum Potsdam zu sehen.
Eintritt frei. Mittwoch bis Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr
