Heizkosten steigen weiter an
Haushalte mit Erdgas- und Pelletheizungen mussten 2025 deutlich mehr für Wärme bezahlen als noch im Vorjahr. Das zeigt der neue Heizspiegel für Deutschland 2026, der gemeinsam von co2online, dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund (BSB) herausgegeben wurde. Demnach werden vor allem fossile Heizungen langfristig zum Kostenrisiko, denn rund 90 Prozent der Haushalte können ihre Heizkosten zukünftig kaum noch senken.
Der Heizspiegel wertet zahlreiche reale Heizkostenabrechnungen aus und ermöglicht den Vergleich des eigenen Heizenergieverbrauchs und der Heizkosten mit ähnlichen Gebäuden. Wie wichtig das Thema für Eigenheimbesitzerinnen und Eigenheimbesitzer ist, zeigt das Beispiel eines durchschnittlichen Einfamilienhauses mit 130 Quadratmetern: Je nach Heizsystem lagen die Heizkosten 2025 zwischen 1.260 und 2.145 Euro. Langfristig könnten sich die Heizkosten für Gas- und Ölheizungen durch steigende CO2-Kosten, höhere Netzentgelte und die sogenannte Bio-Treppe bis 2045 sogar mehr als verdoppeln. Gleichzeitig liegt das durchschnittliche Einsparpotenzial bei einem Wechsel auf erneuerbare Energien in einem Einfamilienhaus bereits heute bei rund 1.000 Euro pro Jahr.
Henrik Fork-Weigel, Geschäftsführer des BSB: „Der Heizspiegel macht deutlich, dass viele Haushalte ihre Heizkosten noch spürbar senken können. Wer über eine Modernisierung nachdenkt, sollte zunächst den eigenen Verbrauch kennen und die Ursachen für einen hohen Energiebedarf prüfen. Ein schlüssiges Modernisierungskonzept hilft, Gebäudehülle, Wärmebedarf und Heiztechnik aufeinander abzustimmen und Fehlinvestitionen zu vermeiden.“
Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer können sich online per „Heiz-Check“ weitere Infos zu dem Thema einholen. Das Tool vergleicht individuelle Verbrauchs- und Kostendaten mit denen ähnlicher Gebäude und zeigt, ob der eigene Verbrauch niedrig, durchschnittlich oder auffällig hoch ist. „Der Heiz-Check ersetzt keine individuelle Planung oder fachkundige Beratung. Er hilft aber, den eigenen Verbrauch besser einzuschätzen. Damit kann er eine hilfreiche Grundlage für die weiteren Modernisierungsentscheidungen sein“, sagt Fork-Weigel. (red)