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Gute Bilanz für die  Fashion Week
Designer Damur (Mitte) setzt gerne auf freche Styles | Damur Fashion

Gute Bilanz für die Fashion Week

09. Februar 2024

von Buse Koca

Im internationalen Vergleich wird die Berlin Fashion Week gerne belächelt. "Paris, Milan und New York sind eindeutig Vorreiter" heißt es aus Modekreisen. Die Herbst/Winter 2024/25 Ausgabe beweist allerdings, dass Berlin sehr wohl ihren Stellenwert in der Modewelt verdient hat. Unter dem ambitionierten Slogan „The responsible movement of freedom, inclusion and creativity" präsentierten DesignerInnen vom 05. bis 08. Februar 2024 ihre ausgefallenen Stücke und überzeugten selbst Skeptiker.

Neue Modeakzente

Jedes Jahr bildet ein anderes Konzept den roten Faden auf der Fashion Week. Zuletzt lag das Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Inklusion. Große, kleine, schlanke, füllige, junge, alte Models. Recycelter Stoff, Upcycling. Das war natürlich auch dieses Mal so. Neu hinzu kam der Aspekt der Authentizität. Lokale DJs aus Kultclubs wie dem KitKat bei Lettau Art Fashion brachten ein heimisches Flair. Designer Damur widmete seine Kollektion unterdessen dem Bezirk Kreuzberg und das Modelabel SF1OG bot Laufstegshows in einer Weddinger Schulsporthalle. Ganz nach dem Motto: schaut, das ist Berlin! Bei den zahlreichen ZuschauerInnen kam das gut an.

Rückhalt aus der Wirtschaft

Den Startschuss in die Modewoche gab Franziska Giffey. Im Rahmen eines Fireside Dinners lud die SPD-Politikerin rund 280 Gäste in das Grill Royal an der Spree ein. Unter den Gästen waren die wichtigsten AkteurInnen und EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Mode, Medien sowie der erweiterten Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Wirtschaftssenatorin ist überzeugt von der Strahlkraft der Hauptstadt in der Fashionbranche. „Die Mode ist in Berlin zuhause. [Ihre] Mode fällt durch ihre Eigenwilligkeit, das Streben nach Freiheit und den Mut zur Kreativität auf. Hier arbeiten Modeschaffende und Designer, die im internationalen Wettbewerb mithalten [..] können", so Giffey. Der Abend sollte besonders den Austausch der Branche fördern und die DesignerInnen für ihre wichtige Arbeit würdigen.

Der Senat weiß um den Wirtschaftsfaktor der Branche und fördert die Fashion Week seit 2007 mit weit über 15 Millionen Euro. Allein in Berlin sind rund 4.800 Unternehmen mit 25.500 Beschäftigten im Modebereich tätig und erzielen zusammen circa fünf Milliarden Euro Umsatz pro Jahr.