Glücksatlas 2026: Berlin landet im unteren Drittel - Brandenburger deutlich zufriedener
Berlin gilt als pulsierende Metropole, kultureller Magnet und wirtschaftliches Zentrum. Doch wenn es um die allgemeine Lebenszufriedenheit geht, fällt das Urteil der Berlinerinnen und Berliner deutlich nüchterner aus. Das zeigt der aktuelle Glücksatlas 2026 der Universität Freiburg und der Süddeutschen Klassenlotterie.
Im Ranking der 40 größten deutschen Städte belegt Berlin lediglich Platz 35 und gehört damit zu den Schlusslichtern der Untersuchung. Die Studienautoren sehen die Ursachen vor allem in den Herausforderungen des Großstadtlebens: steigende Wohnkosten, eine belastete Infrastruktur, lange Wege und ein vergleichsweise geringes Gemeinschaftsgefühl.
Interessant ist dabei der Blick über die Landesgrenze hinaus. Während Berlin im Städtevergleich schlecht abschneidet, präsentiert sich Brandenburg deutlich zufriedener. Im Bundesländer-Ranking des Glücksatlas‘ erreicht das Nachbarland Platz 7 und rangiert damit im oberen Mittelfeld. Besonders die Regionen im Berliner Umland profitieren von einer hohen Lebensqualität, mehr Wohnraum und der Nähe zur Hauptstadt als Arbeits- und Kulturstandort.
Die Studie zeichnet damit ein spannendes Bild der Hauptstadtregion: Während viele Berliner den Druck einer wachsenden Metropole spüren, goutieren zahlreiche Brandenburger offenbar genau die Mischung aus urbaner Nähe und ländlicher Lebensqualität, die zu mehr Zufriedenheit beiträgt. (pk)