Expo 2035: Ostdeutsche IHKs fordern Bundesregierung zum zügigen Handeln auf
Die 15 ostdeutschen Industrie- und Handelskammern fordern die Bundesregierung auf, zügig eine Bewerbung für die Expo 2035 in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg beim internationalen Expo-Büro Bureau International des Expositions in Paris abzugeben.
Eine Weltausstellung sei nicht nur eine internationale Ideenwerkstatt und Leistungsschau der nationalen Wirtschaft zugleich, sondern könne den Strukturwandel in Berlin sowie den ostdeutschen Bundesländern aktiv unterstützen und durch Innovationen, Investitionen und Qualifizierung nachhaltig begleiten. „Von der Strahlkraft einer Weltausstellung profitiere deshalb ganz Deutschland“, so der Kammerverbund. Der zu erwartende Innovations- und Investitionsschub werde insbesondere auf die ostdeutschen Bundesländer mit der Metropolregion nachhaltig positive Effekte haben.
Wirtschaftliche Erfolgsaussichten
Laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ist mit einem zusätzlichen BIP-Wachstum in zweistelliger Milliardenhöhe für Deutschland zu rechnen. Rund zwei Milliarden Euro seien an direktem Umsatz etwa in Hotellerie, Gastronomie und Handel möglich. Der Blick auf die Expo 2025 im japanischen Osaka verdeutlichte vor allem die Hebelwirkung einer Weltausstellung für private Investitionen. Da Aufträge, Besucherströme und Folgeinvestitionen weit über das eigentliche Budget hinaus für Wertschöpfung sorgen, ist der regionale Effekt um ein Vielfaches höher als der reinen Investitionssumme.
Appell zum Handeln
Bislang sind die Signale aus dem Expo-Büro in Paris für eine Expo 2035 in Deutschland positiv. Ein Konzept für die Expo 2035 liegt bereits vor, die Bewerbung wird getragen von einem breiten Bündnis aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Jedoch: die Zeit drängt! Angesichts internationaler Konkurrenz und laufender Vorbereitungen anderer Bewerberländer sollte Deutschland nicht länger zögern. Die Industrie- und Handelskammern appellieren eindringlich an die Bundesregierung, eine Bewerbung für die Expo 2035 in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg zeitnah abzugeben. (red)