Ein Lieblingsturm für alle
Er leuchtet, ist ziemlich pink – wenn man möchte – und wird nur wenige Meter von seinem großen Vorbild entfernt produziert: Mit dem „Lieblingsturm“ gibt es im Shop des Berliner Fernsehturms ein neues Souvenir, das so konsequent aus Berlin kommt wie sein Motiv. Der rund 28 Zentimeter hohe, beleuchtete Fernsehturm wird direkt am Alexanderplatz im 3D-Druck gefertigt, von Hand montiert und per Lastenrad zum Fernsehturm geliefert. Erhältlich ist der kleine Berliner derzeit in Silber und Pink. Seinen ersten großen Auftritt hatte die pinke Variante bereits bei Rave The Planet: Dort thronte der Lieblingsturm prominent auf WestBams „Bam-Mobil“ – und sorgte für reichlich neugierige Blicke.
Hinter dem Lieblingsturm steckt das Berliner Unternehmen Heartlabs. Das Team sitzt direkt am Alexanderplatz und hat mit dem kleinen Fernsehturm erstmals ein Produkt entwickelt, das nicht nur digital konzipiert, sondern in größerer Stückzahl selbst gefertigt wird. In seinem Inneren befindet sich eine Beleuchtung, die dafür sorgt, dass in den beiden Fensterreihen wirklich das Licht angeht. Jedes Exemplar entsteht im additiven Fertigungsverfahren auf der eigenen 3D-Druckfarm und wird anschließend von Hand montiert.
Auch beim Material setzt Heartlabs auf einen zeitgemäßen Ansatz. Verwendet wird PLA (Polylactid), ein biobasierter Kunststoff, dessen Ausgangsstoffe typischerweise aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Zuckerrohr gewonnen werden und biologisch abbaubar sind. Durch die Produktion auf der eigenen 3D-Druckfarm können die Türme lokal und bedarfsgerecht hergestellt werden. Mittlerweile ist der Prozess so weit optimiert, dass mehrere hundert Exemplare pro Monat produziert werden können.
Damit unterscheidet sich der Lieblingsturm von vielen klassischen Souvenirs: Er reist nicht um die halbe Welt, bevor er am Alexanderplatz landet – stattdessen entsteht er praktisch in Sichtweite seines 368 Meter hohen Vorbilds. Selbst für die letzten Meter braucht es keinen Lieferwagen. Die fertigen Modelle werden bei Heartlabs in wiederverwendbare Kunststoffboxen gepackt und mit dem Lastenrad zum Berliner Fernsehturm gebracht. Bei der nächsten Lieferung gehen dann die leeren Boxen zurück ins Studio und werden erneut mit Türmen befüllt. So bleiben die Transportwege kurz und Einweg-Versandverpackungen werden vermieden. (red)