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Berliner Wissenschaft bekommt neues Rechenzentrum
Mit dem neuen Rechenzentrum sichert sich Berlin seine (wissenschaftliche) Unabhängigkeit | Bild:NiseriN, Canva (Symbolbild)

Berliner Wissenschaft bekommt neues Rechenzentrum

30. März 2026

Für die Stärkung datenintensiver Forschung soll in Berlin ein neues Rechenzentrum entstehen. Das Gemeinschaftsprojekt des Zuse-Institut Berlin (ZIB) und des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) stärkt die Leistungsfähigkeit der Berliner Wissenschaft und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zu Forschungssicherheit, Resilienz und technologischer Unabhängigkeit.

Das neue „Data & AI Center“ wird der Verarbeitung großer Datenmengen dienen, zum Beispiel in der Material- und Energieforschung. Zudem sind HPC- und KI-optimierte Technologien geplant, die Hochleistungsrechnen, Datenmanagement und KI-Anwendungen integrieren. „Ob in der Material-, Energie- oder Gesundheitsforschung: immer größere Datenmengen müssen schnell, zuverlässig und sicher verarbeitet werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an den Schutz sensibler Forschungsdaten und an sichere IT-Infrastrukturen“, erklärten das ZIB und HZB in einer gemeinsamen Mitteilung.

Langfristige und nachhaltige Entwicklung

Das Rechenzentrum soll schrittweise aufgebaut und an die Bedarfe der Wissenschaft in Berlin angepasst werden, sodass es auch weitere Partner aus Wissenschaft und Forschung nutzen können. Zu Beginn soll ein bestehendes ZIB-Gebäude genutzt werden – langfristig ist ein Neubau im Technologiepark Adlershof geplant. Ein besonderer Fokus des Projekts liegt auf der Nachhaltigkeit: Komponenten wie Computer, Speicher, Netz oder Kühlung werden unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Betriebssicherheit ausgewählt. Zudem wird die Nutzung von Abwärme durch lokale Versorgungsunternehmen geprüft.

Dr. Ina Czyborra (SPD), Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege: „Insbesondere in der Material-, Gesundheits- und Klimaforschung ist die Datennutzung und -verarbeitung essenziell und von immer größerer Bedeutung. Das Rechenzentrum deckt diesen steigenden Bedarf und stärkt zugleich die technologische Unabhängigkeit und Resilienz unseres Forschungsstandorts.“

Prof. Dr. Christof Schütte, Präsident des ZIB: „Das neue Data, Computer- und KI-Zentrum ist eng mit der Vision des Zuse Institute Berlin verknüpft, Modellierung, KI und Hochleistungsrechnen als Grundlage moderner Wissenschaft weiterzuentwickeln. Hier entsteht im Verbund eine Infrastruktur für die datenintensive Spitzenforschung, die auf leistungsfähige, flexible und sichere Betriebsmodelle setzt. Sie ist eine strategische Investition in die wissenschaftliche Exzellenz Berlins.“

Prof. Dr. Bernd Rech, wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZB: „Gemeinsam mit dem ZIB schaffen wir die Grundlage für die nächste Generation datengetriebener Materialwissenschaften. Hochleistungsrechnen und KI-gestützte Methoden eröffnen neue Wege, um Eigenschaften von Materialien vorherzusagen und Innovationen deutlich zu beschleunigen. Die Zusammenarbeit stärkt auch die IT-Strukturen an unserer Röntgenquelle BESSY II und ist wegweisend für die geplante Nachfolgequelle BESSY III.“ (mz)