Berliner Verkehr: weniger Autos, mehr Staus
Der Berliner Senat wollte Autofahrern das Leben erleichtern, jedoch ging es 2025 in zehn von zwölf Bezirken mühsamer voran, obwohl immer weniger Auto gefahren wird. Aktuelle Vergleichszahlen zu 2023 zeigen, dass die Gesamtlänge der Staus um rund 48 Prozent zunahm. Für 2026 wird nur eine geringfügige Besserung erwartet.
Ebenfalls deutlich zugenommen hat die Dauer der Staus – diese stieg von 223.072 Stunden im Jahr 2023 auf 280.562 im Jahr 2025, ein Zuwachs um rund 26 Prozent. Die Daten werden über Sensoren im Hauptstraßennetz erfasst und als „15-Minuten-Werte“ als Stau oder flüssiger Verkehr klassifiziert. Zu den Top drei der größten Stauschwerpunkte zählen die Perleberger Straße in Moabit, die Seestraße in Wedding und die Stralauer Allee in Friedrichshain.
Wie sich die Menge des motorisierten Verkehrs im Zehnjahresvergleich entwickelt hat, lässt sich anhand von rund 200 funktionierenden Zählstellen erkennen. Diese zeigen auf, dass von 2015 bis 2025 der Verkehr an mehr als drei Vierteln der Detektoren abnahm. Damit passt dieser Befund zu anderen Langfristvergleichen, denen zufolge der Autoverkehr in Berlin schon seit Ende der 1990er-Jahre zurückgeht. (red)