Berliner Gründungszentrum steigt auf Rang 12 in Europa
Das Berliner Gründungszentrum Science & Startups hat sich im Ranking „Europe’s Leading Start-up Hubs“ der Financial Times spürbar verbessert. Von Platz 19 im Vorjahr erreicht die Einrichtung nun Rang 12 im europäischen Vergleich. Damit hat die Einrichtung ihre Aufholjagd auf den noch immer vorne liegenden Süden Deutschlands gestärkt.
Im aktuellen Ranking „Europe’s Leading Start-up Hubs 2026“, erstellt von Financial Times, Statista und Sifted, konnte Science & Startups einen deutlichen Sprung nach vorn machen. Europaweit belegt das Zentrum nun Platz 12 und verbessert sich damit um sieben Positionen. Besonders überzeugend war die Performance im Bereich „Track Record“, also bei der messbaren Erfolgsbilanz der betreuten Start-ups. Hier erreicht das Berliner Zentrum Rang 6 unter insgesamt 180 bewerteten Hubs. Innerhalb Deutschlands steht Science & Startups auf Platz 2 der universitären Gründungszentren. Der Aufstieg sei das Resultat gezielter Optimierungen in Programmen, Infrastruktur und Finanzierung – kein Zufall, sondern strategische Arbeit.
„Wir haben unsere technologieorientierten Programme deutlich ausgebaut – etwa in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Quantentechnologien“, sagt Volker Hofmann, Geschäftsführer Science & Startups.
Von Raumfahrt bis Energie und Bildung
Hofmann betont zudem den Ausbau technologieorientierter Programme, etwa in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Quantentechnologien. Ein weiterer Erfolgsfaktor sei die Bündelung der Gründungsangebote der Berliner Universitäten. Science & Startups fungiert als gemeinsames Gründungszentrum der Partner der Berlin University Alliance – der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin – in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin der Charité. Durch diese Kooperation würden Ressourcen effizienter genutzt und Gründungsteams schneller in den Markt begleitet.
Als Beispiele für erfolgreiche Ausgründungen nennt Hofmann unter anderem das Climate-Tech-Start-up Green Fusion, das digitale Lösungen zur Effizienzsteigerung von Heizsystemen entwickelt und zuletzt eine Finanzierung im zweistelligen Millionenbereich einwerben konnte. Im Bereich New Space verweist er auf LiveEO, eine Ausgründung der Technischen Universität Berlin, die Satellitendaten zur Überwachung kritischer Infrastrukturen einsetzt. Für den Energiesektor führt er das Start-up Shit to Power an, das aus Klärschlamm dezentral Energie erzeugen möchte. Die Beispiele verdeutlichten die große thematische Bandbreite – von Raumfahrt über Energie bis hin zu Bildung.
Annäherung an Süddeutschland
An der Spitze des Rankings stehen dennoch mehrere Einrichtungen aus dem Süden Deutschlands – so bspw. die UnternehmerTUM in München, die bereits zum dritten Mal in Folge Rang 1 belegt, oder die BayStartUP aus Nürnberg auf Rang 3.
Den häufig als fragmentiert beschriebenen Charakter des Berliner Start-up-Ökosystems sieht Hofmann jedoch zunehmend überwunden. Science & Startups sei gerade mit dem Anspruch gegründet worden, diese Zersplitterung zu reduzieren. Die Zusammenführung der Gründungsservices der drei großen Universitäten sowie der Charité stelle einen wichtigen Schritt hin zu mehr Effizienz, Transparenz und internationaler Sichtbarkeit dar. Ziel sei ein eng verzahntes Ökosystem mit klar strukturierten Angeboten entlang der gesamten Gründungsreise. Ein besseres Ranking sei dabei kein Selbstzweck, sondern Ausdruck verbesserter Leistungen für Gründerinnen und Gründer. (red)