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Berlin Partner mit Investitions-Rekord
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Berlin Partner-Geschäftsführer Dr. Stefan Franzke | © BERLINboxx

Berlin Partner mit Investitions-Rekord

15. Juli 2026

Berlin bleibt attraktivste Gründerstadt Europas

Starker Standort: Mit einem Allzeit-Rekord präsentierte Berlin Partner heute seine Zahlen für das erste Halbjahr 2026. Die Investitionen erreichen eine Top-Summe in Höhe von 1,4 Milliarden Euro, das sind 110 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und 27 Prozent höher als das beste Jahresergebnis, das die Wirtschaftsförderung bisher erzielen konnte. Damit zeigt sich, dass sich der Wirtschaftsstandort Berlin gegen den Bundestrend weiterhin behaupten kann, und Unternehmen verstärkt in Innovationen und Effizienzsteigerungen setzen.

Die Digitalwirtschaft ist und bleibt ein wesentlicher Wachstumstreiber des Standorts. Insgesamt sind hier rund 145.000 Menschen beschäftigt – mehr als in jeder anderen deutschen Großstadt. Mit einem Anteil von 15 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung ist der IKT‑Sektor inzwischen der bedeutendste Wirtschaftsbereich Berlins. Die 12.629 Digitalunternehmen erwirtschafteten zuletzt einen Umsatz von rund 39,4 Milliarden Euro (2023) - was annähernd dem Volumen des Berliner Landeshaushalts entspricht. Der Trend zu KI-Nutzung in der Wirtschaft setzt sich fort. So nutzen bereits 40 Prozent der Unternehmen heute KI-Tools.

Auswirkungen der Digitalisierung

Berlin Partner registriert vor allem zwei Auswirkungen der Digitalisierung. Zum einen gibt es vermehrt Investitionen in den Standort Berlin, die Industrie wächst, Firmen expandieren. Beispiele sind das Google AI Center Berlin, die Erweiterung des HighTech-Konzerns ASML, die Mercedes Digital Factory mit der Erweiterung um die Themen KI und humanoide Roboter oder auch Siemens Energy mit der Schaffung eines Innovationscenters. Auf der anderen Seite führt die zunehmende Digitalisierung zum Abbau vor allem von Büroarbeitsplätzen. Aufgaben wie Logistik, Buchhaltung, Personalwesen, Kundenservice oder IT-Dienstleistungen lassen sich immer mehr und immer leichter durch KI ersetzen oder sie werden ins Ausland verlagert.

Der Wirtschaftsförderer setzt zunehmend darauf, Unternehmen bei der Transformation zu begleiten, ihnen zu helfen, andere Märkte und Branchen zu erschließen und mit dem Talent Service die Sicherung und Vermittlung von Arbeitsplätzen zu ermöglichen. Der ai berlin hub wiederum unterstützt bei Beratungen zu KI. Der Fokus im Bereich Ansiedlung liegt auf den derzeit stärksten Wachstumsbranchen, wie der Digital- und Gesundheitswirtschaft, sowie auf neuen Entwicklungen mit großem wirtschaftlichem Wachstumspotenzial, wie der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Positive Bilanz der Wirtschaftsförderer

Die weiteren Zahlen des ersten Halbjahres von Berlin Partner ähneln denen des Vorjahres. Zur Erfolgsbilanz zählen 139 Projekte, darunter 43 Neuansiedlungen. Bei den Neuansiedlungen kommt über die Hälfte aus Deutschland, gefolgt von den USA mit sechs, China mit vier und der Türkei mit drei Ansiedlungen. Von den insgesamt 2.919 Arbeitsplätzen in diesen Projekten entfallen 1.774 auf neu geplante 1.145 auf gesicherte Arbeitsplätze. Die von Berlin Partner begleiteten 41 Innovationsprojekte von Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen liegen im ersten Halbjahr 2026 bei rund 70 Millionen Euro und damit ungefähr gleich auf wie im vergangenen Jahr.

Lob für die Arbeit der Wirtschaftsförderer gab es von Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Die Halbjahresbilanz von Berlin Partner sendet ein starkes Signal weit über die Hauptstadt hinaus: Unternehmen vertrauen auf den Wirtschaftsstandort Berlin und investieren hier so viel wie selten zuvor. Dass es nur drei Mal seit dem Mauerfall gelungen ist, Investitionen in dieser Größenordnung nach Berlin zu holen, macht deutlich, welche außergewöhnliche Leistung dahintersteht. Dieser Investitionsrekord ist kein Zufall, sondern auch das Ergebnis einer konsequenten Wirtschafts- und Innovationspolitik sowie der engagierten Arbeit von Berlin Partner. Die Investitionen stärken die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Stadt, schaffen neue Arbeitsplätze, sichern bestehende Jobs und machen Berlin widerstandsfähiger und zukunftsfester in herausfordernden Zeiten. Wir können mit Fug und Recht sagen, dass Berlin einer der dynamischsten Wirtschafts- und Innovationsstandorte Europas ist. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Berlin auch im internationalen Wettbewerb weiter an der Spitze bleibt.“

Dazu Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner: „Berlin spielt international weiter in der Spitzenliga der Innovationsstandorte mit. Das zeigt sich zum einen am Investitionsrekord, zum anderen an unseren europäischen Platzierungen im Bereich Start-ups sowie an der Top‑Bewertung im globalen Ranking der Metropolregionen. Gerade bei Zukunftsthemen wie KI, Digitalwirtschaft und Start-ups zählt die Hauptstadt zu den attraktivsten Standorten Europas. Die Halbjahresbilanz belegt: Berlin bleibt selbst in einem schwierigen Umfeld international wettbewerbsfähig – nicht zuletzt dank der Dynamik seiner Unternehmen, die wir gezielt bei Transformation, Fachkräften und neuen Märkten unterstützen.“

Die Startup-Landschaft im europäischen Vergleich

Berlin ist der größte Start-up-Standort Deutschlands: Das Ökosystem hat einen Gesamtwert von 169 Milliarden Euro, umfasst rund 1.600 VC-finanzierte Start-ups und beherbergt 32 Unicorns. Aber auch im europaweiten Vergleich kann sich Berlin sehen lassen. Nach London gilt die Hauptstadt als die attraktivste und beliebteste Stadt für Gründer in Europa. Bei der Anzahl der Finanzierungsrunden seit 2024 kann sich die Hauptstadt mit 996 Runden auf Platz 2 in Europa behaupten – hinter London (2.400), aber vor Paris (990). Fintech ist und bleibt die führende Start-up-Branche in Berlin: weltweit Platz 9, in Westeuropa auf Platz 3 – vor London und Paris – und bundesweit auf Platz 1. Die Berliner Fintech-Branche zählt 268 Start-ups. Zudem sind hier 1,09 Prozent der weltweiten Fintech-Start-ups ansässig.

Dass Berlin international überzeugt, zeigt sich auch im Standort-Ranking des Site Selection Magazines. Dort nimmt die Metropolregion Berlin-Brandenburg in der im Mai erschienenen, jährlichen „Global Best to Invest“-Rangliste 2026 Platz 8 weltweit ein – und befindet sich damit in guter Gesellschaft mit Metropolregionen wie London, Singapur, Seoul, Shanghai, Amsterdam, Melbourne und Tokyo Kanto. Durch die Verbindung von Innovation, Talenten, Wissenschaft und internationalen Kontakten mit einem starken wirtschaftlichen Netzwerk ist und bleibt Berlin attraktiv für globale Standort- und Investitionsentscheidungen. (red)