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Berlin baut Wirtschaftsbeziehungen zu Brasilien aus
Franziska Giffey (l.) und Manja Schreiber sind enge Partner in der Berliner Wirtschaft | Bild: BERLINboxx (Archiv)

Berlin baut Wirtschaftsbeziehungen zu Brasilien aus

05. Juni 2026

Vom 08. bis 12. Juni 2026 reisen die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey (SPD) und eine Berliner Wirtschaftsdelegation der Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK Berlin) nach Rio de Janeiro und São Paulo. Ziel der Reise ist es, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Berlin und Brasilien auszubauen, neue Marktchancen für Berliner Unternehmen zu erschließen und die außenwirtschaftliche Diversifizierung und Internationalisierung der Hauptstadt weiter voranzutreiben.

Für Berlin gewinnt Brasilien als größte Volkswirtschaft Lateinamerikas an strategischer Bedeutung. Das im Januar 2026 vereinbarte Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den MERCOSUR-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay) beschleunigt diese neue, gute Entwicklung zusätzlich. Der Handelsteil des EU-MERCOSUR-Abkommens ist seit Mai 2026 vorläufig in Kraft. Berlin ist das erste deutsche Bundesland, das nach dem vorläufigen Inkrafttreten mit einer Wirtschaftsdelegation nach Südamerika reist.

Im Mittelpunkt der Reise steht die internationale Vernetzung des Innovationsstandorts Berlin: Brasilien zählt mit rund 213 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern zu den wichtigsten Wachstumsmärkten weltweit. Das Land gewinnt für Berlin zunehmend an Bedeutung, insbesondere in Bereichen wie Digitalisierung, GreenTech, DeepTech, AI, FinTech, HealthTech und Kreativwirtschaft.

Franziska Giffey: „Das MERCOSUR-Abkommen rückt Brasilien als größte Volkswirtschaft Lateinamerikas wirtschaftlich und geopolitisch stärker in den europäischen Fokus – auch für Berlin. Es öffnet Türen und bringt große Chancen für Berliner Unternehmen, besonders in den Zukunftsbranchen wie KI, GreenTech und HealthTech. Unsere Delegationsreise soll weitere Türen öffnen: für neue Märkte, neue Kooperationen und mehr internationale Sichtbarkeit des Innovationsstandorts Berlin. So stellen wir unsere Wirtschaft international noch breiter auf. Wir machen sie unabhängiger, resilienter und damit auch wettbewerbsfähiger. Das ist die Grundlage für ein weiteres überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum.“

Organisiert wird die Reise durch die IHK Berlin sowie die Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer AHK. Die Delegation umfasst insgesamt 27 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Innovationsförderung. Vertreten sind Berliner Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen und Innovationsnetzwerke aus den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Energie, Verkehr, Industrie und Digitale Wirtschaft, darunter die Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, die Charité, das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK und die BVG. Die Delegation vereint innovative mittelständische Unternehmen ebenso wie etablierte Institutionen und Forschungseinrichtungen des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Berlin.

IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner: „Brasilien ist für viele Berliner Unternehmen ein Markt mit großem Potenzial und gewinnt für Berlin wirtschaftlich wie strategisch zunehmend an Bedeutung. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten ist es wichtig, neue Märkte zu erschließen, internationale Partnerschaften auszubauen und Lieferketten breiter aufzustellen. Genau hier setzt unsere Delegationsreise an: Wir bringen Berliner Unternehmen, Wissenschaft und Innovationsakteure direkt mit den richtigen Ansprechpartnern vor Ort zusammen. Unser Ziel ist es, konkrete Chancen für Berliner Unternehmen zu erschließen und neue Kooperationen anzustoßen.“ (red)