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Bauwirtschaft weiter unter Druck
Das Baugewerbe erholt sich nur sehr langsam | Bild: Pramote Polyamate's Images, Canva

Bauwirtschaft weiter unter Druck

21. Mai 2026

Die Ergebnisse der Frühjahrs‑Konjunkturumfrage 2026 der Fachgemeinschaft Bau (FG Bau) Berlin und Brandenburg zeigen: Die Bauwirtschaft in der Region bleibt wirtschaftlich stark gefordert. Auftragseingänge stagnieren oder gehen zurück, Umsätze entwickeln sich schwach, Investitionen werden weiterhin zurückgestellt. Eine spürbare konjunkturelle Belebung bleibt bislang aus.

„Viele Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage nur noch als befriedigend oder schlecht, positive Impulse sind weiterhin die Ausnahme. Die Unsicherheit bleibt hoch – insbesondere mit Blick auf Aufträge, Genehmigungen und die Planbarkeit öffentlicher Investitionen“, erklärt Katarzyna Siwek, Geschäftsführerin der FG Bau.

Besonders angespannt ist die Lage bei öffentlichen Aufträgen. Ein erheblicher Teil der Betriebe berichtet von stagnierenden oder rückläufigen Auftragseingängen. Lange Genehmigungszeiten, komplexe Vergabeverfahren und fehlende Planungssicherheit bremsen die Bautätigkeit zusätzlich. Gleichzeitig hat sich der Wettbewerb um öffentliche und private Aufträge weiter verschärft: Mehr Bieter, steigender Preisdruck und sinkende Margen setzen vor allem den Mittelstand unter Druck. Auch die Zahlungsmoral öffentlicher Auftraggeber wird weiterhin kritisch bewertet.

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„In dieser Situation muss der Staat stärker als verlässlicher Auftraggeber und Investitionsmotor auftreten. Öffentliche Mittel müssen zügig und vollständig in Projekte fließen. Entscheidend sind jetzt schnellere Verfahren, klare Zuständigkeiten und eine konsequente Umsetzung der angekündigten Beschleunigungsmaßnahmen“, betont Sascha Gresitza, Präsident der FG Bau. (red)