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Baukrise: Hubertz setzt auf Digitalisierung und serielles Bauen
Bundesbauministerin Verena Hubertz | Foto: Markus C. Hurek

Baukrise: Hubertz setzt auf Digitalisierung und serielles Bauen

19. Juni 2026

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will mit einem 13-Punkte-Plan die hohen Baukosten in Deutschland senken. Diese gelten als einer der Hauptgründe für die schwache Bautätigkeit im Land.

Wie aus dem Aktionsplan hervorgeht, soll es künftig nicht nur darum gehen, das Bauen attraktiver zu machen. „Es geht darum, dafür zu sorgen, dass Bauprojekte überhaupt noch realisiert werden“, heißt es in dem Papier

Zu den Maßnahmen gehört die weitere Digitalisierung der Verwaltung. Bauanträge sollen ab 2028 grundsätzlich nur noch digital eingereicht werden. Papieranträge wären dann lediglich in begründeten Ausnahmefällen möglich.

Zudem plant das Ministerium Anreize für serielles und modulares Bauen. In der Neubauförderung soll ein Bonussystem entwickelt werden, das kürzere Bauzeiten und geringere Baukosten belohnt.

Auch die Förderlandschaft soll vereinfacht werden. Die bislang unterschiedlichen Förderprogramme des Bundes für den Neubau sollen künftig in einem zentralen und modular aufgebauten Förderprogramm gebündelt werden.

Nach Angaben des Bauministeriums sollen die Maßnahmen Planungs- und Genehmigungsprozesse beschleunigen, Bau- und Erwerbsnebenkosten senken sowie gleichzeitig Qualitäts- und Sicherheitsstandards sichern.

Der Handlungsbedarf bleibt groß: Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts wurden im vergangenen Jahr 206.600 Wohnungen fertiggestellt. Das waren 18 Prozent beziehungsweise 45.400 Wohnungen weniger als im Vorjahr und zugleich der niedrigste Wert seit 2012. (pk)