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Back on Track: Berliner Wirtschaft wuchs 2022 trotz Krisen
v.l.: Wirtschaftssenator Stephan Schwarz und Berlin Partner Geschäftsführer Dr. Stefan Franzke | BERLINboxx

Back on Track: Berliner Wirtschaft wuchs 2022 trotz Krisen

01. März 2023

Den Krisen zum Trotz konnte die Berliner Wirtschaft auch 2022 wachsen und ihre eigenen Rekorde brechen. Erstmals erreichte die Hauptstadt ein Investitionsvolumen von 1,1 Milliarden Euro und konnte die Unternehmermarke von 100.000 knacken. Zusammen mit Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos) stellte Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, den Jahresbericht der Wirtschaftsförderung Berlin Partner für Technologie und Wirtschaft GmbH im Ludwig-Erhard Haus vor.

Wirtschaftsbooster Berlin Partner

Die Bilanzzahlen 2022 verdeutlichen mit Nachdruck, wie resistent die Berliner Wirtschaft ist. Entgegen aller Hürden durch Corona, den Liefer- und Energieengpässen durch den Krieg in der Ukraine, der Inflation - die Metropole steht und wächst weiter. Ein wichtiger Unterstützer für die Wirtschaft ist Berlin Partner. In 239 Projekten hat der Wirtschaftsförderer Unternehmen unter die Arme gegriffen und geholfen, insgesamt 8389 neue Arbeitsplätze zu realisieren. Dabei wurde eine Rekordsumme von rund 1,1 Milliarden Euro investiert. Was hier hervorsticht: In Berlin schlägt das Herz weiter digital. Etwa die Hälfte der Arbeitsplätze entsteht in den Zukunftsbranchen IKT, Medien, Kreativwirtschaft. Rund 573 Millionen Euro (und damit gut die Hälfte der geplanten Investitionen) werden ebenfalls in diese Bereiche fließen. Auf einen neuen Rekordwert belaufen sich auch die Investitionen in Forschung und Entwicklung. In den 59 Innovationsprojekten, die Berlin Partner betreut hat, wurden insgesamt rund 140,1 Millionen Euro Drittmittel für Forschung und Entwicklung eingeworben.

Nach Berechnung der Investitionsbank Berlin (IBB) stützen die durch Berlin Partner ausgelösten zusätzlichen Investitions- und Beschäftigungseffekte das Bruttoinlandsprodukt im Zeitraum 2022 bis 2024 um insgesamt 1,9 Milliarden Euro. Die öffentlichen Einnahmen erhöhen sich im gleichen Zeitraum aufgrund der zusätzlichen Wertschöpfungseffekte um insgesamt knapp 260 Millionen Euro. Knapp fünf Prozent der gesamten privaten Investitionen am Standort Berlin können auf Investitionen der von Berlin Partner betreuten Unternehmen zurückgeführt werden.

Insgesamt verteidigt die Hauptstadt somit ihren Ruf als Start-up Spitzenreiter. Rund 4,9 Milliarden Euro Deal-Volumen erhielten Startups hier im letzten Jahr. Auf Platz 2 folgt Bayern (2,4 Milliarden Euro), vor Baden-Württemberg mit 646 Millionen Euro. Auch bei der Zahl der Deals liegt Berlin vorn: 367 Berliner Startups erhielten eine Finanzierung und konnten 39 Prozent der bundesweit gezählten Finanzierungsrunden auf sich vereinen. Auf dem zweiten Platz folgt Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus wurde Berlin im vergangenen Jahr - zum zweiten Mal in Folge, vor London und Barcelona - zum besten Standort für Startups und junge Unternehmen in Europa gewählt.

Stolze Momente

Stephan Schwarz, Senator für Wirtschaft, Energie und Betriebe, ist zufrieden: „Wir blicken auf ein deutlich überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum, eine Spitzenposition bei der Schaffung neuer Beschäftigung und eine ungebrochene Attraktivität für Investitionen aus dem In- und Ausland. Dafür gibt es drei Gründe: Eine starke Wirtschaftsstruktur, ein dynamisches Innovationsumfeld, das Talente von überall anzieht, und ein klares Commitment der Politik, Berlin zu einem führenden Wirtschafts- und Technologiestandort Europas zu entwickeln.“  Der Senator und Dr. Stefan Franzke sind sich sicher, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft auch im Falle eines Regierungswechsels fortgeführt werden wird. Dies habe sich bereits vor der Wiederholungswahl in den Gesprächen mit der Politik herauskristallisiert.

„Die Unternehmerinnen und Unternehmer in Berlin haben wieder einmal gezeigt, dass Berlin der richtige Ort ist – um zu gründen, um zu wachsen, um über sich hinaus zu wachsen", so Dr. Franzke weiter. "Berlin Partner versteht sich deshalb, mehr als je zuvor, als Ideenförderer der Hauptstadt. Und weil es auch in diesem Jahr nicht einfacher wird, werden wir auch 2023 für die Wirtschaft da sein – mit guten Ideen, mit Rat und Tat und immer gemeinsam. Berlin is back on Track.“ (bk)

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