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Arbeitslosenzahlen in Berlin und Brandenburg verschlechtern sich
Im Januar stieg die Zahl der Arbeitslosen spürbar an | Bild: succo, Pixabay

Arbeitslosenzahlen in Berlin und Brandenburg verschlechtern sich

02. Februar 2026

Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin und Brandenburg ist im Vergleich zum Dezember 2025 spürbar angestiegen. Laut der Bundesagentur für Arbeit stieg die Arbeitslosenquote in der Hauptstadt von 10,1 auf 10,7 Prozent. Somit sind rund 228.000 Menschen derzeit ohne Job. In Brandenburg stieg die Quote auf 6,7 Prozent.

Carina Knie-Nürnberg, Geschäftsführerin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Berlin-Brandenburg, bewertet die Zahlen mit Besorgnis: „Dass die Arbeitslosigkeit im Januar steigt, kennen wir aus jedem Jahr. In Berlin fällt dieser Anstieg aktuell aber stärker aus als sonst.“ Zu den Zahlen für Brandenburg hingegen äußert sich Knie-Nürnberg verhalten optimistisch: „Gleichzeitig gibt es eine gute Nachricht: Die Beschäftigung wächst in Brandenburg weiterhin leicht.“

Die Expertin betonte zudem, dass eine abgeschlossene Ausbildung nach wie vor der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit sei. Diese helfe schneller wieder in Arbeit zu kommen.

Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer zu Berlin, äußerte sich sehr kritisch zu den vorliegenden Zahlen: „Hohe Kosten, geopolitische Spannungen und Bürokratie belasten die Betriebe und bremsen Investitionen und Neueinstellungen. Gerade im Wahljahr und mit Blick darüber hinaus ist die Politik daher gefordert, die Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum und damit für den Wohlstand der Berlinerinnen und Berliner nachhaltig zu verbessern. Jede zusätzliche Belastung – Stichwort „Ausbildungsplatzabgabe“ – und jede zusätzliche Verunsicherung – Stichwort „Vergesellschaftungsrahmengesetz“ – behindern die wirtschaftliche Entwicklung. Nur florierende Unternehmen schaffen Arbeitsplätze.“ (mz)