Akute Baumängel: TU-Hauptgebäude bleibt zu
Das Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) bleibt bis auf weiteres geschlossen. Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra erklärte, dass die Baumängel über das vergangene Wochenende nicht behoben werden konnten. Gleichzeitig übte die SPD-Politikerin Kritik an der Hochschule selbst.
Am vergangenen Freitag wurde das Hauptgebäude der TU Berlin für jeglichen Betrieb geschlossen. Bei einer Begehung durch Bauaufsicht und Feuerwehr seien „erhebliche bauliche Mängel“ festgestellt worden. In einer Pressemeldung der TU hieß es dazu: „Die Sicherheit aller Hochschulangehörigen hat für die TU Berlin oberste Priorität. Daher muss die Maßnahme unverzüglich umgesetzt werden.“ Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, erklärte: „Wir müssen jetzt viele Menschen in dieser Stadt, die da Kompetenzen haben, zusammenrufen, damit die TU hier Unterstützung bekommt.“
Das Bündnis Campus Sanieren übte vorrangig Kritik an der Sanierungspolitik des Landes: „Das Hauptgebäude ist nicht das erste Gebäude, welches dem Sanierungsstau von 2,4 Milliarden Euro zum Opfer fällt. Trotzdem gibt der Senat keine Anzeichen, diesen Sanierungsstau abzubauen, um die Forschung und die Lehre an der TU Berlin zu ermöglichen.“
Diese Kritik wurde auch von der Wissenschaftssenatorin geteilt: „Wir haben in den letzten Jahren sehr viel neu gebaut, auch für die TU. Aber der Bestand wurde etwas vernachlässigt, das kann man schon sagen. Und da sind jetzt im Laufe der vielen Jahre eine ganze Reihe von Mängeln aufgetreten.“ Gleichzeitig schreibt Czyborra der Universität aber auch eine gewisse Mitschuld an der nun getroffenen Maßnahme zu: „Tatsache ist natürlich, dass diese Bauunterhaltung eben die Aufgabe der Hochschulen ist. Und die sind ja auch sehr auf ihre Autonomie und Eigenständigkeit bedacht. Das [Geld] ist nicht immer in den letzten Jahren so ausgegeben worden, wie es ausgegeben werden sollte, das muss man auch sagen, da ist viel Geld liegen geblieben.“ (red)