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7.400 Kilometer bis ans Limit – Berliner Ultra-Cyclist startet beim längsten Radrennen der Welt
Der Berliner Ultra-Cyclist Hannes Münzner | Bild: Hannes Münzner

7.400 Kilometer bis ans Limit – Berliner Ultra-Cyclist startet beim längsten Radrennen der Welt

12. Mai 2026

Ein außergewöhnliches Ausdauerprojekt führt im Sommer 2026 quer durch Europa: Der Berliner Ultra-Cyclist Hannes Münzner stellt sich einer der härtesten Herausforderungen im Radsport – der Solo-Fahrt vom Nordkap in Norwegen bis nach Tarifa in Spanien.

Auf einer Strecke von rund 7.400 Kilometern und über 80.000 Höhenmetern durchquert er insgesamt 15 Länder, ohne externe Unterstützung, allein auf sich gestellt. Der Startschuss für das längste Radrennen der Welt fällt am 20. Juni 2026 um Mitternacht am Nordkap. Ziel ist Tarifa, der südlichste Punkt des europäischen Festlands, mit Blick auf den afrikanischen Kontinent.

Das Projekt gilt als das längste Fahrradrennen der Welt und verlangt den Teilnehmenden körperlich wie mental alles ab. Innerhalb von maximal 28 Tagen will Hannes Münzner täglich 15 bis 17 Stunden im Sattel verbringen. Schlaf wird auf ein Minimum reduziert, Pausen werden effizient gestaltet. Übernachtet wird meist im Freien mit Isomatte und Schlafsack, nur gelegentlich in Unterkünften.

Die Strecke führt durch unterschiedliche Klimazonen und Landschaften, vom arktischen Sommer mit 24 Stunden Tageslicht bis hin zu mediterraner Hitze am Mittelmeer. Sonne, Regen, Kälte und Hitze begleiten die Reise gleichermaßen.

Vier zentrale Checkpoints strukturieren die Route:

  1. Helsinki (Finnland) bei Kilometer 1.753
  2. Bregenz (Österreich) bei Kilometer 4.070
  3. Nizza (Frankreich) bei Kilometer 5.370
  4. Tarifa (Spanien) bei Kilometer 7.400

Begleitet wird das Projekt filmisch: Entstehen wird ein dreiteiliger Dokumentarfilm von rund 90 Minuten Gesamtlänge. Die Dreharbeiten haben Ende Januar begonnen. Regie und Kamera übernimmt der Filmemacher Ferdinand Carriere, Cousin des Protagonisten. Ergänzt wird das Material durch Aufnahmen, die Hannes Münzner selbst mittels Action-Cam, Smartphone und Drohne einfängt. Produziert wird der Film von „Globale Perspektiven“.

Im Mittelpunkt des Projekts steht nicht nur der sportliche Wettbewerb mit anderen Teilnehmenden, sondern vor allem die persönliche Herausforderung: der Kampf gegen die eigenen Grenzen – körperlich wie mental. (red)