Business Magazin

Wissen, was läuft!

Berlins Digitalisierung geht voran: ITDZ übernimmt digitale Verantwortung für das erste Rathaus
(v.l.) Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann, ITDZ-Vorstand Marc Böttcher und IKT-Staatssekretärin Sabine Smentek. | Foto: ITDZ/NEWPIC

Berlins Digitalisierung geht voran: ITDZ übernimmt digitale Verantwortung für das erste Rathaus

27. Juli 2020


In Charlottenburg-Wilmersdorf wird die Informations-Infrastruktur des Dienstgebäudes am Hohenzollerndamm nun von dem IT- Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) übernommen. Dies könnte ein großer Fortschritt für die Digitalisierung in der Verwaltung bedeuten.

IKT wandert in die ITDZ

Warten. Erst auf einen Termin, dann vor Ort und anschließend auf das Ergebnis. Die meisten verbinden den Gang zum Bürgeramt mit nervenaufreibendem Warten – für eine funktionierende Gesellschaft, wie wir sie kennen, ist er jedoch unabdingbar. Seit einiger Zeit verspricht die Politik, die Vorgänge in den Rathäusern durch Digitalisierung effizienter zu gestalten. Bis lang ist stark umstritten, wie weit der Prozess in Berlin fortgeschritten ist. Nun könnte sich allerdings tatsächlich etwas verbessern. Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf am Standort Hohenzollerndamm wickelt die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)-Infrastruktur nun das IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) Berlin ab.

Ziel: digitaler Service, der den Ansprüchen einer Hauptstadt gerecht wird

„Gemeinsam mit den verschiedenen Behörden und dem ITDZ Berlin bringen wir die Digitalisierung der Verwaltung weiter voran. Unser Ziel sind digitale Bürgerservices, die den Ansprüchen einer Hauptstadt gerecht werden. Dafür benötigen wir nicht nur motiviertes Personal, sondern auch eine moderne und einheitliche IKT-Infrastruktur. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und loben ausdrücklich dessen Engagement.“, zeigte sich Sabine Smentek, IKT-Staatssekretärin des Landes Berlin, erfreut.

Die IKT sorgt für ein digitalen Bürgerservice, der rund um die Uhr zur Verfügung steht. Für 671 Arbeitsplätze wurden die zentralen Netzwerkkomponenten gegen modernste Technik ausgetauscht und werden nun nach landesweiten Sicherheitsstandards genutzt und gewartet. Weitere Standorte in Charlottenburg-Wilmersdorf sollen auch in Zukunft von dem ITDZ verwaltet werden.

ITDZ-Vorstand: Wir nehmen die Verantwortung gerne an

„Die Betriebsübernahme des ersten großen Netzbetriebs im Rahmen der IKT-Migration bedeutet für das ITDZ Berlin eine besondere Verantwortung, die wir sehr gern annehmen.“, erklärte Marc Böttcher, Vorstand ITDZ Berlin. „Die IKT der öffentlichen Verwaltung zu modernisieren und Verwaltungsdienste für die Bürgerinnen und Bürger immer weiter zu optimieren – das sind unsere Aufgaben und Ziele als Dienstleister. Ich bedanke mich für das
Vertrauen, dies jetzt in besonderem Maße für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf tun zu
dürfen“. (aak)